Kommunale Wärme- und Energieplanung
Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Dafür ist eine gezielte Wärmewende entscheidend, denn die Wärmeversorgung macht in Deutschland mehr als 50 % des gesamten Endenergieverbrauchs aus und verursacht damit einen Großteil der CO2-Emissionen.
Um einer klimaneutralen Wärmeversorgung deutschlandweit näherzukommen, sieht das Wärmeplanungsgesetz des Bundes vor, dass flächendeckend für alle Gemeinden in Deutschland Wärmepläne erstellt werden. Die Stadt Dorsten hat auf dieser Grundlage spätestens bis zum 30. Juni 2028 einen Wärmeplan vorzulegen.
Dorsten nutzt diesen Planungsprozess und geht mit der Erstellung einer kombinierten Wärme- und Energieplanung bewusst einen Schritt weiter. In einem integralen Ansatz werden neben der Wärmeversorgung zusätzlich alle energierelevanten Daten, Potenziale sowie Infrastrukturen der Bereiche Strom, Gas, Biogas und Wasserstoff im Detail berücksichtigt und deren Rollen in der Zukunft bewertet.
Um eine belastbare Datengrundlage zu schaffen und lokale Potenziale bestmöglich zu berücksichtigen, ist vorgesehen, die relevanten Akteure der Energieversorgung, Interessengruppen und die Bürgerinnen und Bürger von Beginn an und umfassend in den Planungsprozess einzubinden. Durch den kontinuierlichen Austausch können notwendige Informationen und Daten, beispielsweise zu bestehenden und zukünftigen Wärmequellen, zusammengetragen sowie regionale Kenntnisse und Perspektiven in die Planung integriert werden.
