Brücke Kippheide
Brücke Kippheide verbindet Lembeck und Wulfen wieder. Die neue Fuß- und Radwegbrücke ist seit Montagnachmittag offiziell eröffnet. 250.000 Euro Förderung des Bundes und des Landes NRW
Guido Bludau Ein wichtiger Lückenschluss im Fuß- und Radwegenetz ist geschafft: Die neue Brücke an der Kippheide verbindet Lembeck und Wulfen wieder miteinander. Am Montagnachmittag (14. September 2026) wurde das 22,88 Meter lange Bauwerk offiziell eröffnet. Gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Stockhoff nahm auch Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster an der Einweihung teil. Zahlreiche Menschen aus Lembeck und Wulfen, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Heimatverein und Nachbarschaft, waren dabei.
Die neue Brücke ersetzt eine historische Gewölbebrücke, die 2015 wegen baulicher Mängel gesperrt und 2016 abgerissen werden musste. Seitdem fehlte an dieser Stelle eine wichtige Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen. Gerade für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie für die Naherholung hat die Querung eine große Bedeutung.
„Die Menschen in Lembeck haben immer wieder deutlich gemacht, wie wichtig diese Verbindung für sie ist“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff bei der Eröffnung. „Mit der neuen Brücke schließen wir nicht nur eine Lücke im Radwegenetz. Lembeck und Wulfen rücken damit noch ein Stück näher zusammen – auch wenn sie sich ohnehin schon ziemlich nah sind.“
Für das Projekt hat die Stadt Dorsten 250.000 Euro aus dem Förderprogramm „Struktur- und Dorfentwicklung“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. Die Gesamtkosten für die Brücke und die Wegeherstellung liegen bei rund 620.000 Euro. Die Förderung war damit zugleich ein wichtiger Baustein für die Umsetzung des Projekts.
Benedikt Brahm von der Bezirksregierung Münster betonte die Bedeutung des Projekts für den ländlichen Raum: „Heute ist ein guter Tag für alle, die diese Brücke nutzen werden.“ Eine Brücke sei dabei mehr als Beton und Stahl: „Sie verbindet.“ Gerade im ländlichen Raum gehe es darum, Heimat lebendig zu halten und Orte miteinander zu verbinden. Lembeck, Wulfen und Barkenberg bilden hier ein wichtiges Dreieck – als Heimat, Lebensraum und Ort der Identifikation.
Stockhoff dankte insbesondere den beteiligten Fachleuten, den ausführenden Unternehmen, der Bezirksregierung Münster sowie allen Menschen vor Ort, die sich für die Wiederherstellung der Verbindung eingesetzt hatten. „Das ist eine tolle Gemeinschaftsleistung“, sagte der Bürgermeister.
Die neue, drei Meter breite Aluminiumbrücke ist inzwischen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben. Sie schließt zugleich eine Lücke im regionalen Freizeit- und Tourismuswegenetz, unter anderem am Hohe Mark Steig.
Hinweis: Das Projekt der Struktur- und Dorfentwicklung wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ mit Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
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