Bildung und Förderung
NRW-Schulministerin Dorothee Feller besucht die Haldenwangschule in ihrer Jubiläumswoche. Dorstener Förderschule feiert das 50-jährige Bestehen.
Stadt Dorsten / Guido BludauNRW-Schulministerin Dorothee Feller gratulierte der Haldenwangschule in Hervest am Donnerstag (24. September 2026) persönlich zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Bei ihrem Besuch der Projektwoche ließ sie sich von der Schulleitung Norah Winkels und Thomas Spliethoff durch das Gebäude führen, begleitet wurde sie dabei von Bürgermeister Tobias Stockhoff, der Landtagsabgeordneten Sandy Meinhardt, der stellvertretenden Landrätin Elvira Aulich, Schulamtsdirektor Andreas Menzel, Dorstens Schuldezernentin Nina Laubenthal und Susanne Diericks, Leiterin der Schulverwaltung.
„Jedes Kind ist einzigartig und hat das Recht auf eine bestmögliche Förderung entsprechend seiner Begabungen, Voraussetzungen und Fähigkeiten. Dazu leistet die Haldenwangschule seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag“, sagte Ministerin Feller nach dem Besuch. „Wie engagiert hier gearbeitet wird, davon konnte ich mir während meines Schulbesuchs ein eigenes Bild machen. Das zeigen die vielen Angebote von dem Schulgarten bis hin zur Schülerfirma. Für das große Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, der Helferinnen und -Helfer und des Schulträgers bedanke ich mich sehr.“
Die Haldenwangschule ist aus einer Tagesstätte der Lebenshilfe für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung hervorgegangen. Die Stadt erfüllte seinerzeit recht spontan den Elternwunsch, daraus eine reguläre Schule zu gründen und war damit überregional viel beachteter Pionier. Im Oktober 1976 konnte das Schulgebäude am Harsewinkel in Hervest bezogen werden, die offizielle Einweihung war am 10. Dezember 1976.
Das 50-jährige Bestehen feiert die Schule mit einer bunten Festwoche. Nach einem Kunst- und einem Sporttag sowie einem kulinarischen Fest bereitete sich die Schulgemeinde am Donnerstag auf das große Jubiläumsfest am Freitag vor. Ministerin Feller konnte sich bei ihrem Rundgang ein Bild davon machen, wie die Kinder und Jugendlichen für kleine Aufführungen proben, malen und basteln. Beeindruckt hat sie die Schülerfirma der älteren Jahrgänge, die einmal in der Woche ihre Mitschüler mit Getränken und belegten Brötchen versorgen.
Aktuell besuchen 135 Schülerinnen und Schüler von der Einschulung bis zur Berufsfindungsphase die Haldenwangschule. Das bestehende Schulgebäude wurde in den letzten zwei Jahren durch die städtische Hochbaugesellschaft InfraDOR umfassend saniert. Die Maßnahme mit Kosten von knapp zwei Millionen Euro wurde durch das Land NRW gefördert. Während der Arbeiten war die Schule komplett ins Schulzentrum Marler Straße ausgelagert, die älteren Jahrgänge werden weiterhin dort unterrichtet. Die notwendige Kernsanierung eines schuleigenen Lehr- und Therapieschwimmbeckens steht als nächster Schritt an. Hier bereitet die Stadt gerade die Vergabe des Planungsauftrages vor. Dieses Projekt mit Kosten von geschätzt vier Millionen Euro wird aus Mitteln des NRW-Plans für gute Infrastruktur gefördert. Da die Schülerzahlen steigen, ist mittelfristig zudem ein Erweiterungsbau geplant. Seit drei Jahren kooperiert die Stadt Dorsten zudem mit der Stadt Haltern am See, die keine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung unterhält.
Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte Ministerin Dorothee Feller für ihren Besuch und die Wertschätzung für die Arbeit, die hier geleistet wird. „Die Schule hat – wie schon bei der Neujahrsansprache 2026 von Ministerpräsident Hendrik Wüst – heute wieder einmal gezeigt, dass sie immer eine gute Gastgeberin ist“, so Stockhoff. Er lud Ministerin Feller zugleich ein, bei nächster Gelegenheit eine Karnevalsfeier der Haldenwangschule zu besuchen.
Zum Abschied überreichte Schulleiter Thomas Spliethoff Ministerin Dorothee Feller eine kleine Ente mit dem Namenszug der Schule. Das Maskottchen der Haldenwangschule hört auf den Namen „Kalle“, benannt nach Karl Georg Haldenwang (16.10.1803 – 30.08.1862), der als Wegbereiter der modernen Behindertenhilfe im deutschsprachigen Raum gilt.
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