Asiatische Hornisse
Stadt Dorsten lässt Nester der invasiven Art an eigenen Bäumen und besonderen Gefahrstellen entfernen. Meldungen sind möglich über die Bürgerapp oder E-Mail.
Die Stadt Dorsten wird auch in diesem Jahr Nester der asiatischen Hornisse (Vespa velutina) an städtischen Bäumen und besonderen Gefahrenstellen beseitigen lassen. Das Zeitfenster dafür ist im Jahreslauf allerdings schmal, die Entfernung von Nestern muss daher priorisiert werden. Hinweis: Für private Grundstücke sind die jeweiligen Eigentümer verantwortlich.
Die asiatische Hornisse ist zwar nach wie vor eine so genannte „invasive Art“, gilt aber aufgrund ihrer starken Vermehrung mittlerweile als „etabliert“. Sie ist damit nicht mehr meldepflichtig und ihre Nester müssen nicht mehr zwingend entfernt werden. Aufgrund der starken Bedrohung für die heimische Insektenwelt und die Biodiversität (insbesondere Bienen zählen zu ihrer bevorzugten Beute) zählt sie in der Europäischen Union gleichwohl zu den „unerwünschten Spezies“. Deren Nester dürfen entfernt werden – im Gegensatz zu den Behausungen der streng geschützten europäischen Hornisse „Vespa crabro“. Die Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen hat keine Bedenken gegen eine Entfernung der Nester angemeldet.
Die asiatische Hornisse nistet bevorzugt weit oben in Baumkronen. Ihre Nester werden darum oft erst sichtbar, wenn die Bäume im Herbst ihr Laub verlieren. Die Nester sind dann noch nicht verlassen, die Völker mit bis zu 7.000 Tieren noch nicht abgestorben und insbesondere die Königinnen sind noch nicht ausgeflogen.
Das Zeitfenster für die Bekämpfung ist eng zwischen der Entdeckung von Nestern und dem Ausschwärmen der Königinnen. Da zugleich die Kapazitäten für die Beseitigung begrenzt sind, werden Nester bevorzugt entfernt, wenn von einer besonderen Gefahr für eine große Zahl von Menschen auszugehen ist. Dies ist insbesondere in der Nähe von Schulen, Kindergärten, Sportanlagen oder Spielplätzen der Fall. Es kann also nicht gewährleistet werden, dass jedes Nest beseitigt wird.
Wichtig an dieser Stelle: Hornissen bauen jedes Jahr neue Nester, von den alten Gebilden selbst geht nach dem Absterben der Völker keine unmittelbare Gefahr mehr aus. Aus einem Nest können durch die Jungköniginne aber im Folgejahr drei bis zehn neue Völker entstehen.
Durch die Stadt beseitigt werden Nester ausschließlich von städtischen Bäumen. An privaten Bäumen muss der jeweilige Eigentümer des Nistbaumes entscheiden, ob er ein Nest entfernen lässt.
Im Frühjahr gibt es ein weiteres Zeitfenster, um die asiatische Hornisse effektiv zu bekämpfen: Etwa zwischen April und Juni bauen die Königinnen so genannte „Primärnester“ für sich und erste Arbeiterinnen. Diese sind anfangs etwa faustgroß und können im späten Frühling so groß wie ein Fußball werden. Diese Primärnester wird meist in geringer Höhe angelegt, etwa unter Dachvorsprüngen, Balkonen oder Carports, in Schuppen, Garagen oder Gartenhütten, in Sträuchern, Hecken oder dichtem Geäst. Auch diese Nester wird die Stadt entfernen, möglichst bevor die noch kleinen Völker in Baumkronen „umziehen“ und dort große Staaten bilden.
Nester der asiatischen Hornisse können gemeldet werden über die Bürgerapp www.dorsten.de/buergerapp oder per E-Mail an eingaben@dorsten.de. Über die Beseitigung entscheidet die Grünflächenabteilung der Stadt Dorsten nach den geschilderten Prioritäten.
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