Umwelt

Trockenheit setzt den Stadtbäumen zu. KSD versorgt über 1000 Jungbäume und bittet insbesondere für die alten, großen Bäume um Unterstützung von Anwohnern.

BildStadt Dorsten
Das Bild zeigt einen Schlepper des Betriebshofes Grün im Kommunalen Servicebetrieb Dorsten bei der Bewässerung von Jungbäumen.

Die anhaltende Trockenheit setzt auch den Bäumen im Stadtgebiet zu. Das Team des Betriebshofes Grün im Kommunalen Service-Betrieb KSD bittet darum nun die Bürgerinnen und Bürger insbesondere bei älteren Bäumen um „Gieß-Hilfe“.

Aktuell sind drei Schlepper im Stadtgebiet unterwegs. Ihre Tanks fassen 10.000, 6.000 und 3.000 Liter. Auch die Pritschen-Wagen des KSD haben alle einen 1.000-Liter-Tank dabei, um Bäume zu gießen und ein Fahrzeug der Kanalabteilung unterstützt ebenfalls. „Zuletzt haben wir täglich 30.000 bis 40.000 Liter Wasser vergossen, ab Montag erhöhen wir auf 60.000 Liter“, berichtet Michael Buckstegge, Leiter des Betriebshofes Grün. Die Kapazitäten reichen aus, um die über 1000 Jungbäume im Stadtgebiet, die in den letzten fünf bis acht Jahren gepflanzt wurden, mit ausreichend Wasser zu versorgen.

Zunehmend wird der Trocken-Stress aber auch bei älteren Bäumen sichtbar, deren Wurzelwerk zwar tief in den Boden reicht, die aber auch dort nicht mehr genug Wasser aufnehmen können. „Diese alten Bäume wären sehr dankbar, wenn Anwohner ihnen etwas Wasser spendieren würden“, so Buckstegge. Dabei sind ein paar „Spielregeln“ wichtig, damit den Bäumen wirklich geholfen wird:

  • Gründlich statt häufig: Pro Gießgang sollte ein Baum 50 bis 100 Liter Wasser bekommen, große und alte Bäume gerne auch mehr.
  • Langsam gießen: Das Wasser langsam auf die Baumscheibe bzw. den Wurzelbereich unter der Baumkrone geben, damit es tief einsickern kann. Wenn die Baumscheibe vollkommen ausgetrocknet ist, wird das Wasser zunächst über die Oberfläche abfließen, bis der Boden wieder Feuchtigkeit angenommen hat.
  • Der richtige Zeitpunkt: Am besten früh morgens oder abends gießen. Dann verdunstet weniger Wasser als in der Tageshitze.

Ob ein Baum unter „Durst“ leidet, ist leicht an den Blättern zu erkennen: Wenn sie schlaff hängen oder sich verfärben, ist der Mangel groß. Auch die Äste und Zweige verlieren Spannung, wenn sie austrocknen und hängen herunter.

Mit dem Wassermangel steigt auch die Gefahr so genannter „Trockenbrüche“: Auch große und schwere Äste können in heißen Sommern ohne Vorwarnung aus einem Baum ausbrechen.

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