Ehrenamt und Grundgesetz
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begegnete in Dorsten vielen Ehrenamtlichen. Ihr vorbildliches Engagement freut sich über Leute, die mitmachen.
Stadt Dorsten/Guido BludauVideo: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erläutert im Grundgesetzladen die gesellschaftliche Bedeutung der Dorstener Initiativen. Film: Stadt Dorsten / FilmOrbit
Bei seinem Besuch in Dorsten lernten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender am Montag (18.05.2026) viele Menschen und Initiativen kennen, die sich ehrenamtlich engagieren und damit für das Grundgesetz als Fundament unserer Demokratie und unseres Zusammenlebens einsetzen. Vor Medienvertretern erläuterte er die gesellschaftliche Bedeutung dieses beispielhaften Ehrenamts und betonte auch die reiche Fülle davon in unserer Stadt. Steinmeier: „Dorsten ist Vorbild.“
Wer die Ideen und die Menschen hinter den Dorstener Begegnungen des Bundespräsidenten kennenlernen möchte, kann diesen Tag ganz persönlich nachvollziehen, vertiefen und die Beschäftigung damit auch als Einladung verstehen, sich selbst zu engagieren.
Stolpersteine:
Gemeinsam mit Schülern des St. Ursula-Gymnasiums reinigte der Bundespräsident „Stolpersteine“ in der Ursulastraße. Diese Steine erinnern an frühere Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens, die in der Zeit des Nationalsozialismus entrechtet, deportiert und in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Die Erinnerung an diese Menschen und an die Gräuel dieser Zeit zu bewahren, sei unsere gemeinsame Verantwortung, so Steinmeier. Wer mehr wissen möchte über diese kleinen Erinnerungssteine, kann sie mit den Informationen auf https://stolpersteine-dorsten.de/ - „eine Verbeugung vor den Opfern“ besuchen und mehr über die Geschichten der dort genannten Personen erfahren.
Jüdisches Museum Westfalen:
Die Ursprünge des Museums gehen zurück auf die „Forschungsgruppe Dorsten unterm Hakenkreuz“, die in den 1980er Jahren die Geschichten von Tätern und Opfern der nationalsozialistischen Verbrechen in unserer Stadt erforscht haben. Die Betrachtung der Vergangenheit ging bald einher mit einem neugierigen Blick auf Gegenwart und Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland. Bundespräsident Steinmeier betonte, dass er großen Respekt empfinde für das Engagement, aus dem dieses Haus entstanden ist. Wer das Museum noch nicht kennt: Dauer- und Wechselausstellungen (aktuell u. a. eine Fotoausstellung des Paul-Spiegel-Berufskollegs) sowie das interessante Programm an Veranstaltungen und besonderen Angeboten insbesondere für Jugendliche lohnen jederzeit einen Besuch. Mehr Infos gibt es im Internet auf https://www.jmw-dorsten.de/
Rikscha-Fahrt:
Mit einem Doppeltandem der Initiative „Rad und Tat“ aus Barkenberg fuhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Pilot Prof. Dr. Werner Springer, den Ideengeber der Tage des Grundgesetzes, zum Grundgesetzladen in der Innenstadt, begleitet von einer weiteren Rikscha der Qualifizierungsgesellschaft Dorstener Arbeit. Als Fahrer oder Fahrerin Menschen mit Einschränkungen solche Fahrten zu ermöglichen sei „eine Form des Ehrenamts, die Spaß macht und Sinn stiftet“, so der Bundespräsident. Wer die Rikschas selbst für eine Fahrt buchen oder sich als Fahrer ehrenamtlich engagieren möchte, erfährt zum Projekt in Barkenberg mehr auf https://unser-quartier.de/radundtat-barkenberg/ oder zur Rikscha der Dorstener Arbeit bei Projektleiterin Ute Blume unter der Rufnummer 02369 74 19 328. Das Fahrzeug der Dorstener Arbeit kann auch ausgeliehen werden.
Grundgesetz-Laden:
Der Grundgesetz-Laden in der Suitbertusstraße ist bis zum 23. Mai sozusagen die „Schaltzentrale“ der Dorstener Tage für das Grundgesetz. Zur Eröffnung bildeten Schülerinnen und Schüler des St. Ursula-Gymnasiums eine Menschenkette, die Räume werden zur Verfügung gestellt vom Verein HerausForderung e. V. www.herausforderung-angenommen.de/ und wurden für diese Tage gestaltet von Schüler_innen der Neuen Schule Dorsten. Die Gesamtinitiative war ausschlaggebend dafür, dass der Bundespräsident seine Reise zum erstmals initiierten Ehrentag am Montag in Dorsten begann. „Die Demokratie des Grundgesetzes braucht Menschen, die sich dafür einsetzen. Was hier passiert, passt ideal zu unserer Vorstellung vom Ehrentag“, so Steinmeier. Der Grundgesetzladen ist in dieser Woche täglich bis 16 Uhr geöffnet. Zu sehen ist hier u. a. eine Ausstellung von Schüler_innen des Gymnasium Petrinum. Das ganze Programm der Dorstener Tage des Grundgesetzes mit einer Fülle an Veranstaltungen und Angeboten gibt es im Internet auf https://www.dorsten.de/_Resources/Persistent/d/d/e/7/dde7a0a24d4710bd14f9883eeca52e47d6d380ad/TageGG_Programm_04052026_final_DS_Web.pdf
Weitere Initiativen . . .
. . . die am Besuch des Bundespräsidenten beteiligt waren, tolle ehrenamtliche Arbeit für das Zusammenleben in unserer Stadt leisten und jederzeit die Möglichkeiten bieten, sich selbst zu engagieren:
Die Freiwillige Feuerwehr Dorsten engagierte sich rund um die abschließende Andacht in der St. Agatha-Kirche: https://feuerwehr-dorsten.de/
Das Technische Hilfswerk THW im Ortsverband Gladbeck-Dorsten organisierte die Verpflegung der Helfer: https://www.thw-gladbeck-dorsten.de/
Der Trägerverein Altes Rathaus stellte das Alte Rathaus für eine Gesprächsrunde zur Verfügung: https://altes-rathaus-dorsten.de/
Die Kirchengemeinde St. Agatha ermöglichte den ökumenischen Gottesdienst für das Ehrenamt und trug mit ihrer Kirchenmusik zum Gelingen bei: https://agatha-dorsten.de/
Die Schützenkapelle Rhade spielte mit über 75 Musikerinnen und Musikern zur Verabschiedung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – unter anderem das Steigerlied: https://www.schuetzenkapelle-rhade.de/wp/
Auch der Ellerbruch-Treff aus dem Stadtteil Hervest war am Besuch des Bundespräsidenten beteiligt.
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