Illegale Müllentsorgung
Schutt vom Abbruch eines Anbaus oder einer Gartenhütte in Holsterhausen illegal im Wald entsorgt. Kommunaler Servicebetrieb setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus.
Kommunaler ServicebetriebEinen schweren Fall von illegaler Müllentsorgung entdeckten aufmerksame Bürgerinnen und Bürger am frühen Dienstag morgen in einem Waldstück in Holsterhausen: Unbekannte hatten dort einen großen Berg Bauschutt abgeladen – augenscheinlich der Abbruch eines Anbaus oder eines Gartenhäuschens. Die Entsorgung wird kostspielig, darum setzt der Kommunale Service-Betrieb (KSD) Dorsten für Hinweise auf die Verursacher eine Belohnung von 1000 Euro aus.
Die Hinweise gingen am Morgen zahlreich und in rascher Folge bei der Stadt und beim KSD ein: Per WhatsApp, über die BürgerApp Dorsten, telefonisch. Der Schuttberg war unübersehbar, obwohl die Täter ihn wohl gut verstecken wollten an einem Seitenweg, abzweigend von der Straße „Am Steinwerk“ in Holsterhausen.
Was das Team des KSD vor Ort fand, deutet auf den Abbruch eines Anbaus oder eines massiveren Gartenhäuschens hin: Holzbohlen, Laminat, Heizkörper, Innentüren, Trümmer von Möbeln, Bleche, Dachrinnen – und mal wieder Eternitplatten, von denen zwar keine unmittelbare Gefahr ausgeht, deren Entsorgung aus der Natur aber zeitaufwändig und teuer ist. Nach dem Aufladen füllte der Schutt eine 14-Kubikmeter-Mulde. Mit der Beseitigung der Eternit-Platten muss eine Spezialfirma beauftragt werden.
Der KSD hofft nun, dass Zeugen Hinweise geben können auf den Verursacher, damit die Kosten für die Abfuhr geltend gemacht werden können. Sollten Verantwortliche ermittelt werden können, kommen Kosten im höheren vierstelligen Bereich auf sie zu. Falls der private Eigentümer des Waldes Anzeige erstattet, könnte außerdem noch ein Strafverfahren folgen.
Konkrete Spuren gibt es aktuell nicht. Nur so viel: Der Haufen wurde in der Nacht auf Dienstag dort abgeladen. Der Entsorger, so ist zu vermuten, muss ortskundig gewesen sein, um auf diesen abgelegenen Ort zu kommen. Das Abladen wird sicherlich einige Zeit gedauert haben. Und vielleicht weiß jemand, ob in der jüngsten Vergangenheit in der Nachbarschaft ein Anbau oder eine Gartenhütte abgebrochen wurde und erkennt Bauteile in dem Schuttberg wieder. Angesichts des gesamten Schadens setzt der KSD eine Belohnung von 1000 Euro für zielführende Hinweise aus, gerne per E-Mail an info.ksd@dorsten.de oder pressestelle@dorsten.de.
Illegal Müll in die Landschaft zu kippen, ist aus mehreren Gründen ärgerlich: Neben dem Schaden für Natur und Umwelt stehen die Kosten für die Allgemeinheit meist in keinem Verhältnis zu den Kosten für eine reguläre Entsorgung. Hätte der Verursacher den Schutt an einer regulären Annahme- und Verwertungsstelle abgeliefert, hätte er dafür geschätzt zwischen 200 und 400 Euro bezahlt, für die Eternitplatten noch einmal den gleichen Betrag. So entstehen der Allgemeinheit nun Kosten im höheren vierstelligen Bereich.
Dabei ist legale Müllentsorgung eigentlich ganz einfach:
Für fast alle Abfallarten, Sperrmüll und Elektrogeräte bietet der Wertstoffhof des Entsorgungsbetriebes komfortable Abgabemöglichkeiten mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten und geringen Gebühren. Vieles kann hier kostenlos entsorgt werden. Weitere Infos im Internet auf der Seite www.dorsten.de/ksd.
Grünabfälle können Sie in Dorsten an mehreren Standorten kostenlos abgeben:
- Wertstoffhof (An der Wienbecke 15) Mo - Fr 8.00 – 17.45 Uhr, Sa 8.00 – 13.45 Uhr
- Firma Humbert (Wienbachstraße 14-23) Mo - Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa 7.30 – 12.30 Uhr
- Stadtgärtnerei (Hasselbecke) Mo - Fr 8.00 – 14.00 Uhr
- Lembeck, Parkplatz Sportanlage Fr, Sa und Mo 8.00 – 13.00 Uhr
- Rhade, Gemener Straße Nähe Bahnhof Mo – Fr 8.00 – 17.45 Uhr, Sa 8.00 – 13.45 Uhr
- Hardt, Parkplatz Rückseite SV Dorsten-Hardt Sa 8.00 – 13.00 Uhr
Sperrmüll und Elektrogroßgeräte holt die Stadt kostenlos bei Ihnen ab. Ein Termin im Jahr ist kostenlos. Terminvereinbarungen sind online möglich oder telefonisch unter den Rufnummer 02362 66-5612 oder 66-5613.
KONTAKT
