Unternehmen bewegen – Berufsorientierung verbessern

Projekt „Ausbildung im Quartier“ bringt Dorstener Schulen und Unternehmen enger zusammen

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Dorsten, den 01.07.2026. Freie Ausbildungsplätze auf der einen, junge Menschen ohne passende Perspektive auf der anderen Seite: Dieses Passungsproblem ist im Dorstener Ausbildungsmarkt deutlich spürbar. Allein im Jahr 2024 blieben in Dorsten rund 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsstellen unbesetzt. Mit dem Projekt „Ausbildung im Quartier“ setzt die Wirtschaftsförderung in Dorsten GmbH (WINDOR) genau hier an: Es sollen Schülerinnen und Schüler und Unternehmen im direkten Lebens- und Arbeitsumfeld enger miteinander in Kontakt gebracht werden, Unternehmen sollen sichtbar werden.

Unternehmen bewegen und Berufsorientierung dort stärken, wo Jugendliche zuhause sind

Unter dem Titel „Unternehmen bewegen – Berufsorientierung verbessern – Wege in die berufliche Zukunft gemeinsam gestalten“ startet das vom Land NRW und der Europäischen Union geförderte Projekt am 1. Januar 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2028. Im Mittelpunkt steht der lokale, quartiersbezogene Ansatz: An den beiden Schulstandorten Neue Schule Dorsten und Gesamtschule Wulfen sollen gemeinsam mit Unternehmen aus der unmittelbaren Nachbarschaft neue, praxisnahe Angebote zur beruflichen Orientierung entwickelt und erprobt werden – ergänzend zu bereits bestehenden schulischen Standardangeboten wie Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung und Praktika.

Im Fokus stehen dabei besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die sich im wirtschaftlichen Wandel befinden oder aktiv an Transformationsprozessen mitwirken – etwa in den Bereichen Klimaneutralität, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung. Sie sollen dabei unterstützt werden, sich Jugendlichen frühzeitig als attraktive Ausbildungsbetriebe zu zeigen, eigene Praktikums- und Ausbildungsangebote weiterzuentwickeln und in engem Austausch mit Schulen, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern zu treten.

Gemeinsam entwickeln und neue Wege gehen

Das Projekt wünscht Dialog und Beteiligung: Unternehmen, Schulen, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie weitere Akteure aus dem Übergang Schule/Beruf - etwa die Agentur für Arbeit und ehrenamtlich Engagierte erarbeiten gemeinsam neue Formate. Denkbar sind unter anderem enger begleitete Praktikumskonzepte, regelmäßige Kontaktmöglichkeiten zwischen Betrieben und Jugendlichen, Workshops zur Praktikums- und Berufsvorbereitung oder die stärkere Einbindung von Unternehmen in den Schulalltag. Ziel ist es, aus positiven Praktikumserfahrungen echtes Ausbildungsinteresse entstehen zu lassen und so Schülerinnen und Schüler bei einer fundierten, selbstbestimmten Berufswahl zu unterstützen.

Am Ende der Projektlaufzeit soll ein praxiserprobter Leitfaden stehen, der Checklisten, Best-Practice-Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen insbesondere für Unternehmen enthält. 

„Ausbildung gelingt vor allem dort, wo junge Menschen und Unternehmen einander wirklich kennenlernen. Genau das wollen wir mit ‚Ausbildung im Quartier‘ vor Ort in Dorsten ermöglichen – ganz konkret, im direkten Umfeld der Schulen.“

Ulla Busch, Projekt „Ausbildung im Quartier“, WINDOR

Auch Arno Schade, bei der WINDOR zuständig für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, betont die Bedeutung des Projekts für den Ausbildungsstandort Dorsten: Fachkräftesicherung beginne bereits in der Schule – und gerade lokal ansässige Unternehmen böten enormes, bislang zu wenig genutztes Potenzial, um Jugendliche für eine Ausbildung vor Ort zu begeistern.

Markt der Möglichkeiten an der Neuen Schule Dorsten - Ausbildung im Quartier (AiQ)

Am Freitag, den 10 Juli 2026, hat ein „Markt der Möglichkeiten“ für Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs stattgefunden und Jugendliche konnten sich einen Überblick verschaffen darüber, welche Angebote zur beruflichen Orientierung nach den Sommerferien anstehen. Mit dem 9ten Jahrgang steigen Jugendliche der Neuen Schule Dorsten verstärkt in ihre Berufsorientierung ein und vor Ostern 2027 machen sie ihr erstes mehrwöchiges Praktikum in einem Unternehmen.
Gemeinschaftlich mit dem Stubo-Team der Schule ist die Idee entstanden mehr Praxis in der 9ten Klasse anzubieten und Workshops in den Bereichen Verkauf &Handel, Handwerk & Gestalten, Handwerk, Technik & Programmieren können von den SuS ausgewählt werden. Neben den Standard KAoA Angeboten und der Berufsberatung der Arbeitsagentur gibt es im Rahmen des Projektes AiQ neue und auch kreative Möglichkeiten die Berufsorientierung zu verbessern und interessiertere Unternehmen können mitmachen und ihre Kontakte zur Schule ausbauen.

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