Rathaussturm
Rathaussturm an Altweiber: Stadtprinzessin Simone Stephan erobert das Alte Rathaus mit Köpfchen. Bürgermeister Tobias Stockhoff muss den Schlüssel herausgeben
Dorsten onlineIn Dorsten erstürmt man das Rathaus bekanntlich nicht mit Gewalt, sondern mit Köpfchen – so auch in diesem Jahr. Stadtprinzessin Simone I. Stephan hatte am heutigen Donnerstag an Altweiber keine Mühe, das Alte Rathaus in der Dorstener Altstadt zu erobern und damit symbolisch bis Aschermittwoch die Macht in Dorsten zu übernehmen. Neben Bürgermeister Tobias Stockhoff hat auch der 1. stellvertretende Bürgermeister Jan Heppner am Rathaussturm teilgenommen.
Organisiert wurde die kleine Feier vor und im Alten Rathaus vom Festkomitee Dorstener Karneval (FDK) und der Stadtagentur Dorsten. Pünktlich um 11.11 Uhr versuchte es die Prinzessin zunächst freundlich an der Eingangstür – jedoch wirkungslos. Erfolgreicher war sie anschließend beim Quiz, das Bürgermeister Tobias Stockhoff vorbereitet hatte.
Zu jeder der vier Fragen gab es fünf Antwortmöglichkeiten. Die jeweils richtige Lösung ergab eine Zahl, die in ein Zahlenschloss eingegeben werden musste. Am Ende öffnete sich das Schloss – und damit auch das Alte Rathaus. Der Zahlencode lautete wie bereits im vergangenen Jahr 1251 – das Jahr, in dem Dorsten vom Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden die Stadtrechte verliehen bekam.
Inhaltlich führte das Quiz durch unterschiedliche Themenbereiche. Zunächst wollte der Bürgermeister wissen, welcher Vorname im Jahr 2025 der beliebteste in Dorsten war. Die richtige Antwort lautete Leo – neun Kinder wurden im vergangenen Jahr so genannt. Insgesamt wurden 469 Neugeborene angemeldet, neun mehr als im Vorjahr.
Anschließend ging es um Politik: Welcher Politiker hat seine Neujahrsansprache für das Jahr 2026 in Dorsten aufgenommen? Die richtige Antwort lautete NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Die Aufzeichnung fand in der Haldenwang-Schule am kleinen Therapie- und Lehrschwimmbecken statt, das im Rahmen geplanter Infrastrukturmaßnahmen saniert werden soll.
Musikalisch wurde es mit dem Höhner-Lied „Prinzessin“. Gesucht war der Gast, der in dem Lied nicht zur feiernden Gesellschaft gehört. Zur Auswahl standen dä Bär, dä Krokodil, dä Superman, dä Biber oder dä Löw. Die richtige Antwort war dä Löw.
Zum Abschluss kramte der Bürgermeister in der Stadtgeschichte: Wer war 1984 Prinzgemahl der Dorstener Kinderkarnevalsprinzessin? Die richtige Antwort lautete Claas Römer, heutiges Ratsmitglied. Auch diese Frage beantwortete Stadtprinzessin Simone souverän – damit war das Schloss geknackt.
Nach dem erfolgreichen Lösen des Quiz übergab Bürgermeister Tobias Stockhoff feierlich den Schlüssel zum Alten Rathaus. Im Anschluss griff Stadtprinzessin Simone I. zur Schere und schnitt sowohl Bürgermeister Tobias Stockhoff als auch dem 1. stellvertretenden Bürgermeister Jan Heppner traditionsgemäß die Krawatte ab. Danach wurde im Alten Rathaus weitergefeiert. Für ausgelassene Stimmung sorgten die Gäste des Festkomitees Dorstener Karneval, Getränke und frische Berliner Ballen.
„Es war ein toller Auftakt. Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern eine fröhliche Karnevalszeit und unserer Stadtprinzessin unvergessliche Tage voller Spaß und guter Laune“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Rudi Haller, Vorsitzender des Festkomitees Dorstener Karneval, sagte: „Der Rathaussturm markiert traditionell den Start in die tollen Tage. Ich freue mich, dass viele Dorstenerinnen und Dorstener mitgefeiert haben. Ich bin sicher, dass auch die nächsten Tage noch einiges zu bieten haben.“
In der Tat halten die kommenden Tage bis Aschermittwoch weitere Höhepunkte bereit – dazu zählt natürlich auch der Rosenmontagszug am 16. Februar 2026, der sich um 14.11 Uhr am Platz der Deutschen Einheit in Bewegung setzt.
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