Tag des offenen Denkmals
Dorsten beteiligt sich am 14. September wieder mit einem umfangreichen Programm am Tag des offenen Denkmals. Das Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“
Auch in diesem Jahr findet wieder Deutschlands größtes Kulturevent statt – der Tag des offenen Denkmals, der traditionell am zweiten Sonntag im September gefeiert wird. Das diesjährige Motto lautet „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“. Zahlreiche Denkmäler öffnen ihre Türen und ermöglichen Einblicke in Orte, die sonst meist verborgen bleiben. Ann-Christin Schlierkamp, Expertin im Planungs- und Umweltamt, hat gemeinsam mit vielen Partnern ein spannendes Programm für Sonntag, den 14. September 2025, organisiert. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei, spontane Besucher sind überall willkommen, Anmeldungen sind nicht erforderlich. Ein Flyer mit allen Angeboten kann heruntergeladen werden auf www.dorsten.de/denkmal
Das Programm im Überblick:
Der Bürgerbahnhof mit seiner liebevoll gestalteten Umgebung ist ein echtes Herzstück des Stadterneuerungsprogramms „Wir machen MITte“. Im Februar 2024 wurde er feierlich eröffnet – und seitdem ist er dank der Dorstener Arbeit ein lebendiger Treffpunkt für die ganze Stadtgesellschaft geworden. Die gemütliche Gastronomie wird begeistert angenommen, die Räume bieten vielfältige Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement, und seit letztem Jahr können hier auch Hochzeiten gefeiert werden. Ein Ort, der Menschen verbindet.
Am Tag des offenen Denkmals erwartet Besucher von 11 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Programm voller Leben und Atmosphäre. Die Gastronomie lädt zum Verweilen und Genießen ein, während Guido Harding von Projekt:Flow mit seinen mitreißenden „Bahnhofsbeats“ und entspannter Loungemusik für die perfekte Stimmung sorgt.
Das absolute Highlight sind die ganztägigen Pendelfahrten mit dem nostalgischen Schienenbus, der zu einer Reise von Dorsten nach Rhade einlädt – ein Erlebnis, das von den Eisenbahnfreunden OnWheels e.V. organisiert wird.
Ergänzt wird das vielfältige Programm durch spannende Führungen durch den Bahnhof, die von der Dorstener Arbeit angeboten werden, sowie durch berührende und heitere Lyrikveranstaltungen mit Geschichten rund um das Thema „Bahn“.
Auch der Bahnhof Wulfen spielt eine Rolle im Programm. Im letzten Jahr war es möglich, den Bahnhof auch von innen zu entdecken, doch aufgrund aktueller Baumaßnahmen zur Sicherung bleibt diese Erfahrung in diesem Jahr leider aus. Trotzdem bleibt dieser markante und geschichtsträchtige Ort im Herzen Wulfens ein wichtiger Treffpunkt am Tag des offenen Denkmals.
Die Eisenbahnfreunde OnWheels e.V. und die Geschichtsgruppe des Heimatvereins Wulfen laden herzlich ein, gemeinsam in die bewegende Geschichte des Bahnhofs und der Eisenbahn einzutauchen. Von 15 bis 17 Uhr bieten Gespräche mit Zeitzeugen eine wunderbare Gelegenheit, Erinnerungen lebendig werden zu lassen und die Vergangenheit hautnah zu erleben.
Das alte Fachwerkhaus an der Vehme 5 in der Dorstener Altstadt zählt zu den ältesten Gebäuden innerhalb der alten Dorstener Stadtmauern. In diesem Jahr bieten die Eigentümer einen Besuch in der zugehörigen Werkstatt an. Dort können von 11 bis 16 Uhr sowohl alte Maschinen begutachtet, als auch traditionelle Handwerkstechniken bestaunt werden.
Auch das CreativQuartier Fürst Leopold öffnet seine Türen und lädt mit einem vielfältigen Kulturprogramm dazu ein, in die besondere Atmosphäre dieses Ortes einzutauchen. Von 13 bis 17 Uhr erwacht in der beeindruckenden Maschinenhalle die Geschichte zum Leben: Die Ruhrstadt Stiftung und der Verein für Bergbauindustrie und Sozialgeschichte Dorsten führen durch das faszinierende Gebäude und führen die alte Dampffördermaschine vor.
Von 14 bis 18 Uhr kann im Trafogebäude die industrielle Fotoausstellung „Heinrich Robert im Blick“ von Thomas Stachelhaus begutachtet werden.
Von 11 bis 16 Uhr lockt in der Kaue ein Nostalgiemarkt mit charmanten Ständen und liebevoll ausgewählten Schätzen, der für nur 2 Euro Eintritt eine Welt voller nostalgischer Erinnerungen öffnet.
Und wer sich für Geschichte und Denkmalschutz begeistert, sollte unbedingt ab 15 Uhr an dem kleinen, Rundgang der Unteren Denkmalbehörde über das Zechengelände teilnehmen. Hier wird nicht nur Wissenswertes vermittelt, sondern auch die Bedeutung dieses besonderen Ortes lebendig und greifbar gemacht.
Zur Denkmal-Radtour durch Hervest, Deuten, Wulfen-Barkenberg und die Altstadt laden am Morgen um 10 Uhr ab Rathaus, Halterner Straße 5, der Radsportclub und die Stadt Dorsten ein. Die Strecke ist etwa 30 Kilometer lang und wird in moderatem Tempo gefahren, so dass auch Teilnehmer_innen ohne E-Bike gut mithalten können. Besucht werden unterwegs unter anderem der Wienbecker Mühlenhof in Deuten, das ev. Gemeindezentrum und die kath. Kirche St. Barbara in Wulfen-Barkenberg, als auch das historische Fachwerkhaus „An der Vehme“ in der Dorstener Altstadt. Auch an diesen Orten werden Türen geöffnet, die sonst verschlossen bleiben. Das Ziel nach etwa vier Stunden ist wieder das Rathaus in Dorsten. Von dort können auch die anderen Veranstaltungen besucht werden.
Info: Tag des offenen Denkmals
Der Tag des offenen Denkmals wurde ins Leben gerufen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, vor Ort wird der Tag von vielen Denkmaleigentümern, Vereinen, Initiativen, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Denkmalpflegern mit Leben gefüllt. Bundesweit werden rund 5500 Denkmale geöffnet und 500 Touren und Führungen angeboten.
„Ein Denkmal ist ein Kulturgut und soll im öffentlichen Interesse für die Zukunft bewahrt werden. Es gibt Zeugnis über vergangene Epochen und ist wichtig für unsere Kultur- und Stadtgeschichte. Der Tag des offenen Denkmals soll für dieses Erbe sensibilisieren, indem er die Besonderheiten alter Bauten und die Bedeutung von Denkmalschutz und Denkmalpflege in den Blick der Öffentlichkeit rückt“, erläutert Ann-Christin Schlierkamp.
Unter dem folgenden Link können Interessierte eine App mit allen Veranstaltungen im Bundesgebiet in einer interaktiven Karte herunterladen:
https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/artikel/app
Info: Denkmale in Dorsten
In Dorsten gibt es insgesamt 113 Baudenkmäler. Dabei müssen Denkmäler nicht immer Gebäude sein. Genauso bedeutend sind Bodendenkmäler (Überreste von Befestigungsanlagen oder Römerlagern), Gartendenkmäler (herausragende Schlossgärten), bewegliche Denkmäler (Bilder und Skulpturen) und auch ganze Areale können unter Schutz gestellt werden (ein schönes Beispiel ist die Zechensiedlung in Hervest).
Auf einer Karte im Geodatenportal der Stadt sind alle Baudenkmäler rot markiert, zu den meisten können durch einen Klick auf diese Markierung Infos, Denkmalkarte und Fotos abgerufen werden:
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