Straßenraum neu erleben
Am Montag, 1. September, ziehen die Stadt-Terrassen von Holsterhausen um nach Rhade an den Urbanusring. Ein paar Termine gibt es schon.

Die Stadt-Terrassen beenden in dieser Woche ihr Gastspiel an der Freiheitsstraße in Holsterhausen und ziehen am Montag (1. September 2025) um nach Rhade an den Urbanusring an der Urbanuskirche. Für den Spediteur diesmal eine etwas größere Herausforderung, da die Pflanzkübel nun mit Erde gefüllt und bepflanzt sind und möglichst unbeschädigt in Rhade eintreffen sollen. Der Umzug erfolgt im Laufe des Vormittages. An den Standorten in Rhade werden einige Tage vorher entsprechende Parkverbote angeordnet, damit die Plätze für diese Stadtmöbel auch frei sind.
Anders als in Holsterhausen wird die Nutzung der Terrassen in Rhade nicht von starkem Durchgangsverkehr beeinträchtigt. Sie werden hier als Ensemble aufgestellt, das nicht nur die Nutzung einzelner Elemente erlaubt, sondern zugleich eine Fläche auch für größere Zusammenkünfte bildet.
Die Bürgerinnen und Bürger in Rhade sind herzlich eingeladen, die Stadt-Terrassen mit Leben zu füllen. Möglich ist alles von Spielenachmittagen, über Kaffeerunden und Picknick bis zu Konzerten von Musikvereinen.
Alle, die hier etwas planen, sollten Termine und eine kurze Beschreibung der Aktion per E-Mail senden an stadtagentur@dorsten.de. Termine werden dann aufgenommen in den Eventkalender
https://www.stadtagentur-dorsten.de/events-und-stadtfeste/veranstaltungskalender . Hier finden Interessierte dann alle Angebote.
Einige Termine stehen bereits fest:
- 03.09.2025 / 15.00-16.30 Uhr: Das Team der Stadtagentur stellt vor Ort die kulturellen und touristischen Angebote vor.
- 11.09.2025 / 17.00-19.00 Uhr: Die Gruppe Radinfrastruktur des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) lädt zum offenen Treff.
- 15.09.2025 und 18.09.2025 / 16.00-18.00 Uhr: Das Planungs- und Umweltamt der Stadt lädt zum Gespräch über die Dorfentwicklung ein und informiert über konkrete Projekte.
An den Stadt-Terrassen finden Gäste übrigens einen QR-Code, mit dem sie an einer kleinen Umfrage teilnehmen können. Diese wurde in Holsterhausen schon rege genutzt.
Das Meinungsbild ist – wie erwartet – kontrovers, da die Stadt-Terrassen nicht nur Angebot sein wollen, sondern ganz bewusst auch Provokation. Sie wollen damit einen Perspektivwechsel anregen, dass Fuß-, Rad- und Autoverkehr gleichberechtigt nebeneinander existieren und Parkflächen auch Räume mit Aufenthaltsqualität sein können. Dafür müssen sie allerdings die in vielen Quartieren bevorzugte Stellung des Autoverkehrs in Frage stellen.
Das Empfinden der Stadt-Terrassen als „positiv“ und „negativ“ hält sich in der Umfrage bisher etwa die Waage. Hauptkritik ist natürlich, dass Stellflächen für Kraftfahrzeuge wegfallen. Es überrascht dabei nicht, dass Teilnehmende, die als Verkehrsmittel überwiegend das Auto nutzen, die Stadt-Terrassen eher negativ empfinden und ablehnen und Menschen, die mehr Fahrrad fahren, den ÖPNV nutzen oder zu Fuß gehen, dieses Angebot mehrheitlich begrüßen.
Tatsächlich haben aber auch einige Teilnehmende angegeben, dass sich ihr Verhalten durch die Stadt-Terrassen geändert hat: Sie sind mehr Fahrrad gefahren und weniger Auto, waren häufiger zu Fuß unterwegs und haben sich öfter im öffentlichen Raum aufgehalten.
Das Gastspiel der Stadt-Terrassen in Rhade endet am 28. September. Dritte und letzte Station dieser kleinen Tournee wird anschließend vom 29. September bis zum 26. Oktober in Lembeck an der Schulstraße sein.
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