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Aktuelles Dorsten


Aktuelles April
20.04.2021
Starker Wohnungsmarkt - steigende Preise trotz Pandemie

Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses hat im Geschäftsjahr 2020 insgesamt 2.352 Kauffälle erfasst, davon 764 Transaktionen im Dorstener Stadtgebiet – das sind im Vorjahresvergleich stabile Fallzahlen. Insbesondere für den umsatzstarken Wohnungsmarkt mit 205 Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäusern (davon 15 Neubauten) und 194 Verkäufen von Eigentumswohnungen (davon 30 Neubauten) wurden weitere Preissteigerungen registriert. 

Diagramm

Die Vorsitzende des Gutachterausschusses Dörthe Schmidt beantwortet aktuelle Fragen zum Dorstener Wohnungsmarkt:

1.    Seit fünf Jahren steigen die Immobilienpreise in Dorsten, insbesondere für Einfamilienhäuser. Was sind die Gründe für diese Preissteigerungen?

Der Immobilienmarkt unterliegt den bekannten Preis-Mechanismen. Dies sind derzeit insbesondere die andauernde Niedrigzinsphase und natürlich Angebot und Nachfrage. Der Dorstener Markt reagiert hier nicht anders, wir beobachten dies auch in unseren weiteren Zuständigkeitsbereichen in Gladbeck und Marl und natürlich auch darüber hinaus. Die regionalen Entwicklungen sind im Vergleich zu einzelnen Metropolen in Deutschland aber noch moderat.

Einige Akteure der Branche sind übrigens der Meinung, dass in 2020 die Erfahrungen der Corona-Situation mit Lockdown und Homeoffice zu einer größeren Wertschätzung für guten Wohnraum geführt und damit die Nachfrage zusätzlich gestärkt haben. 

2.    Sind die Preissteigerungen nur in bestimmten Segmenten zu beobachten und oder handelt es sich um einen allgemeinen Trend?

Auch hier muss man differenzieren. Grundsätzlich sind die Qualitätsmerkmale entscheidend und es gibt auch Teilmärkte, die eher selten gehandelt werden wie beispielsweise Forstwirtschaftliche Flächen und Gewerbe- oder Büroobjekte, für die keine Aussage zu Preisentwicklungen gemacht werden können. Aber, ja - bei Wohnimmobilien kann bei entsprechender Qualität in praktisch allen Objektgruppen von einem Aufwärtstrend gesprochen werden.

3.    Der Gutachterausschuss registriert jeden Verkaufsfall. Wo lagen die Schwerpunkte 2020 und was sagt die Tendenz über den Immobilienmarkt in Dorsten aus?

Die Anzahl der Kauffälle ist seit Jahren recht konstant – wie bereits erwähnt auch in 2020 trotz der Pandemie. In Dorsten haben die Teilmärkte von bebauten Grundstücken inklusive Wohnungseigentum mit rund 90 % des Geldumsatzes unverändert den größten Anteil am Marktgeschehen. Der deutlichste Preisanstieg wurde bei Wohnimmobilien registriert, insbesondere bei Einfamilienhäusern älterer Baujahresklassen und bei Eigentumswohnungen.

4.    Gibt es in Dorsten noch Bauland für Neubauten?

Die Baulandentwicklung liegt in anderen Zuständigkeiten, daher ist der Gutachterausschuss hier nicht der richtige Ansprechpartner. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses untersucht das Marktgeschehen von Baulandverkäufen – und das ist natürlich immer nur im Nachhinein möglich. Aber grundsätzlich stehen dem Immobilienmarkt nicht nur neu zu erschließende Flächen zur Verfügung. Auch Altbestand als „Bauland auf Abriss“ kann neue Perspektiven eröffnen.

5.    Welche Wohnformen sind auf dem Immobilienmarkt besonders gefragt?

Ein- und Zweifamilienhäuser (individueller Wohnungsbau) und Eigentumswohnungen bilden in Bezug auf die Anzahl der Transaktionen dominierende Teilmärkte. Insbesondere bei ETW-Neubauprojekten sind heute Barriere arme Lösungen üblich, oft auch mit hochwertigen Ausstattungen. Dorsten verfügt zudem über institutionelle Angebote in Form von Eigentumswohnungen in Seniorenpflegeheimen. Moderne Wohnformen wie z. B. Gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten oder generationenübergreifende Projekte sind auch in Dorsten zumindest im Gespräch, allerdings noch nicht als Trend in der Geschäftsstelle angekommen.

6.    Wo finden Kaufinteressenten Informationen?

Der jährliche Grundstücksmarktbericht liefert hier zunächst den besten Überblick. Er steht kostenfrei als Download zur Verfügung auf www.boris.nrw.de. Neben vielen weiteren Details finden Interessenten hier zum Beispiel Durchschnittspreise je Quadratmeter Wohnfläche – differenziert nach Gebäudeart und Baujahresgruppen. Dies hilft ganz konkret bei der Einschätzung, ob ein Angebot im üblichen Schwankungsbereich des Marktes liegt. Und zudem finden Sie die Kontaktdaten der Geschäftsstelle, die Ihnen gerne bei der Klärung Ihrer Fragen weiterhilft (02362 / 66 50 80).

Auf diesr NRW-weiten Plattform sind auch die Bodenrichtwerte für unbebaute Grundstücke zu finden, die mit einer kartenbasierten Lageeinschätzung weiterhelfen. Und voraussichtlich ab 2022 finden Sie auf dieser NRW-weiten Plattform auch Immobilienrichtwerte für Dorsten, Gladbeck und Marl mit einem Preiskalkulator für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz auf dem Grundstücksmarkt zu gehen.

7.    Welche Tendenzen sind mittelfristig auf dem Immobilienmarkt in Dorsten?

Ich bin vorsichtig mit Spekulationen. Wer hätte Anfang letzten Jahres geahnt, dass eine Pandemie die ganze Welt lähmt? Prognosen gehören definitiv in die Hände von Analysten, die volkswirtschaftliche Entwicklungen im Blick haben. Der Gutachterausschuss konzentriert sich vor allem auf den regionalen Immobilienmarkt – und hier sind bisher für Dorsten keine Anzeichen für gravierende Änderungen erkennbar. Und ob die Pandemie mittelfristig Korrekturen nach oben oder unten mit sich bringt, bleibt abzuwarten.



 

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