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Aktuelles Dorsten


Brunnen
07.04.2020
Tisa-Brunnen:

Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz gehen zügig voran

Entscheidung zur Zukunft des Tisa-Brunnens im Sommer

Trotz Corona-Pandemie schreiten die Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz zügig voran: Bis zum Osterwochenende wird bereits über die Hälfte der Fläche mit dem neuen Pflaster fertiggestellt sein. Auch der Bereich des Tisa-Brunnens wird dabei zunächst überpflastert. Das bedeutet in der laufenden und keineswegs abgeschlossenen Diskussion über die Zukunft dieses Kunstwerks jedoch keine Vorentscheidung.

Brunnen

Das Bild zeigt den aktuellen Stand der Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz. Foto: Stadt Dorsten

Nachdem Anfang des Jahres zunächst die von der Ursulinin Tisa von der Schulenburg künstlerisch gestalteten Reliefplatten abgenommen und gesichert worden sind, musste im März auch der Tragkörper abgebrochen werden. Nach Abnahme der Reliefs stellte sich heraus, dass dieser nach über 60 Jahren vollkommen marode ist und in jedem Fall erneuert werden muss.

Für eine spätere Rekonstruktion des Brunnens – der an dieser Stelle eine Pferdetränke vor einer Poststation symbolisiert – wurde der Standort exakt vermessen, zudem hat die Stadt Steinproben und Fliesen aus dem Wasserbecken gesichert. Die unterirdische Brunnenkammer wurde mit leichtem Material gefüllt, vorsorglich wurden Leerrohre gelegt. Die Voraussetzungen für eine Wiedererrichtung und Inbetriebnahme des Brunnens am bisherigen Standort sind damit geschaffen.

Das neue Pflaster wird nun den gesamten Marktplatz zieren und den Brunnenstandort nicht aussparen. Dies hat sowohl logistische als auch wirtschaftliche Vorteile: Die Fläche kann bis zu einer Entscheidung genutzt werden. Stadtbaurat Holger Lohse betont ausdrücklich, dass dies kein Hindernis sei, den Tisa-Brunnen an der gleichen Stelle wieder zu errichten: „Die kleine Pflasterfläche kann ohne Probleme wieder aufgenommen werden.“

Stadtbaurat Lohse hatte den Standort des Brunnens, ebenso wie die alleinige Präsentation der Reliefplatten zur Stadtgeschichte vor einigen Wochen zur Diskussion gestellt und damit eine lebhafte Debatte ausgelöst. Viele Hinweise und Meinungsäußerungen sind bereits unter der E-Mail-Adresse baudezernat@dorsten.de in der Stadtverwaltung eingegangen. Ende Mai wird dazu auch der Beirat für Kunst im öffentlichen Raum tagen. Danach, so der Stadtbaurat, wird man alle Eingaben prüfen und unter Berücksichtigung der Hinweise aus dem Beirat gemeinsam mit der Politik und den „Brunnen-Kümmerern“ eine Entscheidung treffen, wo und in welcher Form der Tisa-Brunnen erhalten bleibt.