Zur Navigation springenZum Content springen
 

Aktuelles Dorsten


Lippeverband
27.09.2018
Städtisches Leben am Wasser – und mit Wasser

2. Forum der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ tagt in Dorsten

Dorsten. Die Menschen zieht es ans Wasser – im Städtebau bedeutet Gestaltung mit Wasser nicht nur ein Mehr an Lebensqualität, sondern unter Umständen auch Abkühlung an heißen Tagen oder notwendiges Regenwassermanagement. In Dorsten tauschten sich am Mittwoch, 26. September, Planerinnen und Planer zu Stadterneuerung und Wasserwirtschaft aus.

Forum Gemeinsam an der Lippe

Foto: Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff, Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes, Christian Meyer vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und Daniela Bleck, Referentin des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW gemeinsam an der Lippe in Dorsten. Ihr Ziel: Wasserwirtschaft, naturnahe Gewässerentwicklung und Stadterneuerung geschickt miteinander zu verknüpfen. (Foto: Rupert Oberhäuser)

 

Zum 2. Forum „Gemeinsam an der Lippe“ hatten der Lippeverband, das Städtebauministerium und das Umweltministerium NRW geladen. Gemeinsames Ziel: Wasserwirtschaft, naturnahe Gewässerentwicklung und Stadterneuerung geschickt miteinander verknüpfen.

Kamen hat vorgemacht, wie es gelingen kann: Nachdem der Lippeverband aus der Seseke – über Jahrzehnte ein offener, betonverschalter Abwasserlauf – wieder ein naturnahes Gewässer gestaltet hat, das sich durch Kamen schlängelt, baute die Stadt nun den Seseke-Park. Nach der Eröffnung am Wochenende ist der Park ganz bewusst fester Bestandteil der Stadtgestaltung. Stufen führen ans Ufer, mit Sitzflächen und Spielgeräten haben die Stadtplaner für Aufenthaltsmöglichkeiten gesorgt. Im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ soll jetzt in den nächsten Monaten ein digitaler Pegelstandsanzeiger hinzukommen. Der Lippeverband plant, mittels eines großen LED-Displays den Seseke-Pegel, der 250 Meter vom Park entfernt gemessen wird, stärker sichtbar zu machen. Dazu zieht der Display in einen Pavillon in Parknähe ein.

Der Seseke-Park war ein Thema, das während des Forums im Rahmen einer Ausstellung als „Best-Practice-Beispiel“ vorgestellt worden ist.

 

„Das sind Kooperationen, die wir brauchen“

Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes: „Die vielfältigen Beispiele rund um das Thema ‚Städtebau und Wasser‘, die wir heute hier sehen, zeigen, dass der Mehrwert von Gewässern in unseren Städten erkannt worden ist. In Kamen hat die Kommune die erfolgreiche Renaturierung der Seseke durch den Lippeverband weitergedacht und mit Mitteln aus der Städtebauförderung einen Bürgerpark angelegt. Das sind die Kooperationen, die wir brauchen, das ist Mitmachen am Fluss!“

 

Erfolgsprojekte in Dorsten

„In Dorsten haben wir mit dem Blauen Klassenzimmer bereits ein erfolgreiches Gewässerprojekt realisiert. Derzeit arbeiten wir an der ökologischen Optimierung des Schölzbaches. Wir wollen auch weiterhin unsere Flüsse und Bäche für die Menschen in Dorsten positiv erlebbar machen“, stellte Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff in Aussicht. Als städtische Gastgeber des Forums präsentierten die Stadtplaner aus Dorsten ihre Erfolgsprojekte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkt vor Ort in Dorsten-Hervest.

 

Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ verlängert bis 2021

Die Menschen an der Lippe „mitnehmen“ und Gewässer erlebbar machen, das gelingt durch die Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ bereits seit 2014. Vor vier Jahren hatte der Lippeverband in Zusammenarbeit mit der Stadt Lünen (stellvertretend für die Städtebaufördermittel empfangenden Kommunen im Verbandsgebiet), dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW und dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW die Kooperation ins Leben gerufen. Die Kooperation wurde nun nach vier erfolgreichen Jahren und in Zusammenarbeit mit der Stadt Bottrop (stellvertretend für die Städtebaufördermittel empfangenden Kommunen im Verbandsgebiet) bis vorerst 2021 verlängert.

 

Beim Forum in Dorsten stellten die Städte Dinslaken, Hamm und Lünen ihre bereits umgesetzten Projekte vor. Welche Einzelmaßnahmen sich Lippeverband, Ministerien und Stadtplanung zukünftig an den Gewässern in den Kommunen vorstellen können, war ebenfalls Thema. Denkbar sind unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds, die eine sichtbare Verbindung zwischen Wasser und Stadt schaffen.

 

Hintergrund:

Ziel der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ ist es Wasserwirtschaft, naturnahe Gewässerentwicklung und integrierte Stadtentwicklung miteinander zu verknüpfen. Die Kooperation bietet Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch und Dialog sowie für die Entwicklung und Umsetzung von gemeinsamen Projekten und Maßnahmen, die der Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in den Stadtteilen dienen. Dabei erstrecken sich die Aktivitäten der Kooperation auf die Programmgebiete der Städtebauförderung im Lippeverbandsgebiet.

 

Lippeverband

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.

Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.

www.eglv.de

blog.eglv.de