Zur Navigation springenZum Content springen
 

Aktuelles Dorsten


Aktuelles
27.09.2018
Erster Beigeordneter Lars Ehm wechselt ins NRW-Ministerium

Aufgaben seines Dezernates werden zunächst auf mehrere Schultern verteilt

Lars Ehm, seit 2013 Erster Beigeordneter in Dorsten, wird die Stadtverwaltung zum 15. Oktober verlassen und eine neue Aufgabe als Leitender Ministerialrat im NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales übernehmen: Das NRW-Landeskabinett hat in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag, 25. September, beschlossen, dass Ehm im Ministerium Gruppenleiter „Soziale Inklusion“ wird.

Bürgermeister Tobias Stockhoff war frühzeitig darüber informiert, dass Lars Ehm diese Aufgabe übernehmen wird. Er bedauert es, dass der Beigeordnete die Stadtverwaltung Dorsten verlässt, kann allerdings persönlich nachvollziehen, dass ihn die neue Aufgabe reizt. „Lars Ehm hat in Dorsten tolle Arbeit geleistet und hier viele wirklich große Aufgaben bewältigt.“ Dies waren beispielsweise die Planung und Umsetzung der sozialen Projekte im Stadterneuerungsprozess ,Wir machen MITte‘, Veränderungen in der Schullandschaft mit Gründung der Neuen Schule und Einrichtung des Hauptschulzentrums oder die organisatorischen Herausforderungen, als 2015 so viele Flüchtlinge untergebracht werden mussten. Stockhoff: „Ich danke Lars Ehm für die vertrauensvolle, konstruktive und immer faire Zusammenarbeit – mit mir persönlich ebenso wie mit den Mitgliedern des Rates der Stadt Dorsten sowie den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus. Ich wünsche ihm in Düsseldorf einen guten Neustart. Es kann sicher nicht schaden, wenn in den Ministerien der kommunale Blick auf Herausforderungen geschärft wird.“

Die Stelle des Ersten Beigeordneten wird – wie im Haushaltssanierungsplan für alle freiwerdenden Stellen festgelegt – nicht sofort wieder besetzt. Allerdings soll die Wiederbesetzungssperre nicht für ein ganzes Jahr gelten. Den weiteren Weg zur Ausschreibung der Spitzenposition wird Bürgermeister Stockhoff mit den im Rat vertretenen Fraktionen abstimmen.

Für den Übergang werden die Aufgaben des Dezernats auf mehrere Schultern verteilt:

Nina Laubenthal, Amtsleiterin des Ordnungs- und Rechtsamtes, wird kommissarische Dezernentin und übernimmt aus dem Dezernat von Lars Ehm die Bereiche Ordnungs- und Rechtsamt sowie Feuerwehr. In dieser Funktion wird sie künftig auch dem Verwaltungsvorstand angehören.

Stadtkämmerer Hubert Große-Ruiken übernimmt als kommissarischer Dezernent das Sozialamt, das Amt für Familie, Jugend und Schule sowie das Jobcenter.

Bürgermeister Tobias Stockhoff wird die Verantwortung für den Bereich Schulverwaltung (ohne Kindertagesbetreuung) übernehmen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurden heute über den Wechsel von Ehm in das Landesministerium und die damit im Rathaus verbundenen Änderungen informiert.

Lars Ehm wird die Stadtverwaltung Dorsten „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ verlassen: „Ich freue mich natürlich, dass die Landesregierung mir ihr Vertrauen für meine neue Aufgabe schenkt und dass ich auf Landesebene nun daran mitwirken kann, das gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Trotzdem war die Entscheidung für mich schwierig. Denn hier in Dorsten habe ich gut, sachlich und vertrauensvoll mit Bürgermeister Stockhoff, dem Rat, dem Verwaltungsvorstand und vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeiten dürfen. In dieser Zeit haben wir einige wichtige Themen in die richtige Richtung lenken können.“

Auch die Bürgergesellschaft in der Lippestadt wird Ehm vermissen. „Dorsten zeichnet sich dadurch aus, dass es hier einen unglaublich hohen Grad an Freiwilligkeit und Engagement der Bürgerinnen und Bürger gibt. Die Bereitschaft, sich in Entwicklungen in dieser Stadt einzubringen und mitzugestalten, ist wohl in keiner anderen Stadt des Kreises Recklinghausen so ausgeprägt.“

Mit dem Wechsel nach Düsseldorf betritt er kein Neuland: Bereits von 2009 bis 2013 diente er dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Dort war Ehm zunächst Mitarbeiter im Büro von Minister Karl-Josef Laumann, danach in der Abteilung Internationales und als Jurist in der Integrations-Abteilung tätig. Ehm: „Ich kenne den Minister und das Ministerium gut. Das hat sicherlich auch zu meiner Entscheidung beigetragen.“