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Aktuelles Dorsten


Perspektive Bahnhofsvorplatz
26.09.2018
Bessere Anbindung ans Ruhrgebiet

Modernisierungen in und um Dorsten kommen gut voran

Deutsche Bahn modernisiert Bahnhöfe und die Strecken Richtung Coesfeld und Borken mit moderner Stellwerkstechnik - Entwicklung des Bahnhofsumfelds sowie Erneuerung und Umnutzung des Empfangsgebäudes für rund zehn Mio. Euro durch die Stadt beginnt.

Perspektive Bahnhofsvorplatz

Animation des zukünftigen Bahnhofsvorplatzes in Dorsten

Die Deutsche Bahn (DB) und die Stadt Dorsten arbeiten derzeit intensiv an der Modernisierung des Bahnhofs und der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes. Außerdem werden die Bahnstrecken Richtung Borken und Coesfeld ertüchtigt. Zukünftig sollen Züge aus Borken und Coesfeld in Dorsten zusammengekoppelt werden. Das macht eine bessere Vernetzung des südlichen Münsterlandes mit dem Ruhrgebiet möglich. Bei einem gemeinsamen Rundgang haben Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff, Vertreter der DB und der Aufgabenträger einen Überblick über den aktuellen Zwischenstand der Modernisierungsarbeiten gegeben.

Seit April dieses Jahres modernisiert die DB Station&Service den Bahnhof Dorsten. So werden die Bahnsteige komplett neu gebaut und erhalten einen neuen barrierefreien Zugang über Rampen. Darüber hinaus baut die DB an allen Bahnsteigen neue Wetterschutzhäuser und installiert ein neues Beleuchtungssystem. Ein neuer Blindenleitstreifen erleichtert sehbehinderten Reisenden den Weg zum Bahnsteig. Alle Bahnsteige sind zukünftig barrierefrei über Rampen erreichbar. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Bahnsteig 1 ist bis auf die Beleuchtung bereits fertig gestellt, Bahnsteig 2 wird derzeit zurückgebaut. An Bahnsteig 3/4 sind die meisten Bahnsteigkanten schon gesetzt. Die Investitionen belaufen sich auf rund 5,1 Millionen Euro.

Parallel zum barrierefreien Umbau des Dorstener Bahnhofs arbeitet die Stadt Dorsten in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG an der Aufwertung des Bahnhofsumfeldes und plant die denkmalgerechte Erneuerung des Empfangsgebäudes für ein neues Nutzungskonzept. Die Stadt hat die Maßnahme in das Stadterneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ eingebettet. Neugestaltung des Umfeldes sowie Umbau und Umnutzung des Gebäudes sind mit einem Investitionsvolumen von über zehn Millionen Euro die größte Einzelmaßnahme in diesem Innenstadtprojekt. Der Umbau wird von der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die städtischen Maßnahmen schließen unmittelbar an die Baumaßnahmen der DB AG an. Der Beginn der baulichen Tätigkeiten ist für das Jahr 2019 angesetzt.

Das Empfangsgebäude wird liebevoll zum „Bürgerbahnhof“ umgebaut und bietet zukünftig Vereinen, Initiativen und Verbänden eine Heimat für ihre ehrenamtliche, bürgerschaftliche Arbeit. Im Erdgeschoss wird eine Ausbildungsgastronomie der Qualifizierungsgesellschaft Dorstener Arbeit ein attraktives Angebot für Bürger und Fahrgäste bieten und zur zusätzlichen Belebung des Bahnhofs beitragen.

Den vorhandenen westlichen Personentunnel wird die Stadt abbrechen und verfüllen. Zukünftig wird es hier einen großzügigen, ebenerdigen Zugang vom Busbahnhof zu den Gleisen geben. Zwischen dem Empfangsgebäude und dem Busbahnhof wird die Stadt einen Bahnhofsvorplatz ausbilden, der zum Verweilen einlädt und die Gäste der Stadt empfängt. Der komplette Ausbau erfolgt nach den Vorgaben des barrierefreien Umbaus.

Je nach Baufortschritt werden die baulichen Tätigkeiten der Stadt Dorsten voraussichtlich im Jahr 2022 enden.

In Klein Reken entsteht derzeit ein neuer Haltepunkt. Die Bahnsteigkante des Hausbahnsteigs mit einer Länge von 125 Metern ist bereits fertig gestellt. Am Bahnsteig wird noch ein Wegeleitsystem angebracht und ein Wetterschutzhaus errichtet. Insgesamt werden in den Neubau rund 1,5 Millionen Euro investiert. Parallel dazu wird der Haltepunkt Reken zum Kreuzungsbahnhof ausgebaut. Der derzeitige Hausbahnsteig wird durch einen Mittelbahnsteig ersetzt, der barrierefrei über eine neue Rampe erreichbar ist. Über den P&R-Parkplatz ist der Zugang künftig direkt auf den Hausbahnsteig möglich. Am Hausbahnsteig sind die Bahnsteigkanten bereits gebaut. Die Investitionen in die Bahnhofsmodernisierung belaufen sich auf ca. 1,5 Millionen Euro. Darüber hinaus errichtet die DB Netz in Reken ein zweites Gleis und zwei neue Weichen.

In Maria Veen entsteht ein neuer Hausbahnsteig, der mit einem Wetterschutzhaus und neuem Wegeleitsystem ausgestattet sein wird. Der Bahnsteig ist nach Abschluss der Arbeiten über eine neue Rampe erreichbar. Insgesamt werden hier rund 1,4 Millionen Euro investiert. Bis Ende des Jahres sind die Arbeiten am Bahnsteig abgeschlossen, bis Ende 2019 folgen noch kleinere Restarbeiten.

Die Gesamtkosten tragen die Deutsche Bahn, das Land NRW, der Bund sowie der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Die DB Netz AG arbeitet parallel dazu an der Modernisierung der Strecken zwischen Essen und Borken sowie Dorsten und Coesfeld. Hierfür werden fünf neue Elektronische Stellwerke (ESTW) in Dorsten, Gladbeck-Zweckel, Reken, Rhade und Borken in Betrieb genommen. Der Kabeltiefbau sowie die Verlegung der erforderlichen Kabel sind zu großen Teilen bereits abgeschlossen. Im Zuge der Modernisierung der Strecke sind außerdem Arbeiten an insgesamt 45 Bahnübergängen erforderlich. Von den 45 Bahnübergängen werden 21 neu gebaut und 24 technisch an die neue Stellwerkstechnik angepasst. Bis Ende 2019 sollen die Bahnübergänge fertig gestellt sein.

Die Inbetriebnahme beider Maßnahmen erfolgt in zwei Schritten: Zum Fahrplanwechsel 2018/2019 soll die Strecke Dorsten - Borken mit elektronischer Stellwerkstechnik sowie der neuen Signalanlagen in Betrieb gehen. In einem zweiten Schritt soll Ende 2019 auch die Strecke Dorsten - Coesfeld in Betrieb gehen. Bis dahin kann der der im Bau befindliche Haltepunkt Klein Reken noch nicht angefahren werden.

Die Arbeiten an den Gleisanlagen in Dorsten und Reken sollen größtenteils bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Weitere Gleisarbeiten gibt es während eines zweiten Bauabschnitts im Jahr 2019.

Für die Baumaßnahmen wurden Sperrpausen angemeldet, der Großteil der Arbeiten soll jedoch in natürlichen Zugpausen und nächtlichen Betriebsruhen erfolgen. Sofern es zu nächtliche Arbeiten kommt, werden Anwohner vorab über diese informiert. Einschränkungen für den Bahnverkehr wird es in diesem Jahr während einer Vollsperrung vom 24. November bis 9. Dezember geben. Darüber hinaus ist eine sechstägige Vollsperrung der Strecke Dorsten - Coesfeld für Ende 2019 geplant. Über diese wird die DB rechtzeitig informieren.