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Dialogforum Planen und Bauen


Pressemitteilung zur Veranstaltung Dialogforum „Planen und Bauen“ vom 7. November 2019

Dialogforum


Ende Juni 2019 ist die Kath. Familienbildungsstätte FBS Dorsten-Marl in die herrlich umgestalteten Räumlichkeiten in der Beethovenstraße in Dorsten eingezogen und hat in der profanierten und umfangreich sanierten Johannes-Kirche der Dorstener Altstadtgemeinde St. Agatha eine neue Heimat gefunden, wo sie sich im neuen und modernen Gewand präsentiert.

So konnte die Herbsttagung des Dialogforums „Planen und Bauen“ am 7. November 2019 das Thema der Veranstaltung „Umnutzung von stadtbildgebenden Sakralgebäuden“ gleich mit einem beispielgebenden Gebäude verbinden und war zu Gast in diesen beeindruckenden Räumlichkeiten. Unter Leitung des Architekten Christian Kuckert aus Münster (Kuckert Architekten) verwandelte sich in einer Umbauzeit von fast zwei Jahren  die ehemals von Emil Steffann erbaute katholische Johannes-Kirche in die heutige moderne, lichtdurchflutete und trotzdem den Geist der Kirche bewahrende Familienbildungsstätte, die im Bereich der Kapelle auch weiterhin für Gottesdienste und Veranstaltungen der Gemeinde zur Verfügung steht.

Der Leiter der Einrichtung, Michael Oetterer, empfing die Gäste zu dieser ersten größeren Veranstaltung im Haus nach der Eröffnung herzlich und begleitete die fachkundigen Erläuterungen des Architekten Kuckert bei der Hausführung. Aufgrund der sehr guten Gebäudesubstanz der Kirche konnten große Teile erhalten werden, boten hinsichtlich des Turmumbaus jedoch bautechnische Herausforderungen, die hervorragend gelöst wurden.

Im Anschluss zeigte der Impulsvortrag des kommissarischen Leiters des Baureferats der Evangelischen Kirche von Westfalen, Roland Berner, „Weiterentwicklung und Transformation von Kirchengebäuden in der Ev. Kirche von Westfalen“ welche Chancen und Grenzen die Umnutzung sakraler Gebäude beinhaltet und lieferte in einem kenntnisreichen Vortrag zahlreiche Beispiele mit anschließender Fragerunde.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit den Ausführungen von Holger Lohse, Stadtbaurat der Stadt Dorsten, zur Bedeutung der partizipativen Planungsprozesse bei städtischen Projekten, beispielhaft an der Planung des Bürgerparks Maria Lindenhof in Dorsten.

Die Veranstaltung fand ihren Abschluss bei einem Get Together und mit einem regen Austausch der beteiligten Architekten und Planer.

Das Dialogforum findet zweimal jährlich statt – jeweils im Frühjahr und Herbst – und wird vom Baureferat der Stadt Dorsten unter Leitung von Holger Lohse und den Vertretern der Architektenverbände Bund Deutscher Architekten (BDA) und Vereinigung freischaffender Architekten (VFA) gemeinsam veranstaltet. Das Forum greift die aktuellen überregionalen Themen auf, informiert regelmäßig über den Stand der kommunalen Planung und Arbeiten und hat eine wichtige netzwerkstiftende Funktion.

Vortrag „Architektendialog Dorsten“ am 07.11.2019

Weiterentwicklung und Transformation von Kirchengebäuden in der Ev. Kirche von Westfalen


Dienstag, 26. März 2019, 16.30 Uhr Midlicher Mühle, Midlicher Bach 5, 46286 Dorsten


Das ein- bis zweimal jährlich tagende Dialogforum Planen und Bauen befasst sich beim nächsten Treffen am Dienstag, 26. März, mit der neuen Landesbauordnung NRW. Als Referent konnte Dr. Thomas Wilk gewonnen werden, Abteilungsleiter "Bauen“ im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW, der als ausgewiesener Experte die wichtigsten Neuerungen und Änderungen der neuen Landesbauordnung vorstellt und für Fragen zur Verfügung steht. Im Anschluss werden Mitarbeiter des Bauordnungsamtes die Umsetzung in örtliche Bezüge setzen.

Eingeladen zum Dialogforum ist Fachpublikum. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen sind möglich bis zum 22. März 2019 per Mail an baudezernat@dorsten.de


Das Dialogforum Planen und Bauen

Das Dialogforum Planen und Bauen tagt in regelmäßigen Abständen und bringt dabei mit interessanten Themen an außergewöhnlichen Örtlichkeiten Dorstener Architekten und Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einen Tisch.

Unter Mitwirkung dreier Dorstener Architekten und Stadtbaurat Holger Lohse werden die Themen vorbesprochen und ausgewählt.

Um den Dialog aufzuwerten, finden die Gespräche an besonders interessanten Orten und in außergewöhnlichen Räumlichkeiten statt. Neben einem Kernthema, das durch ein Referat behandelt werden kann, soll auch ein allgemeiner Austausch über die nachfolgende Diskussion angestoßen werden.

Der Dialog Planen und Bauen findet ein- bis zweimal jährlich statt. Für die Organsation stellen sich die hiesigen Vertreter des BDA (Herr Eckhard Frodermann) und des VfA (Herr Ralf Badura und Herr Christian Schmidt) auf Architektenseite zur Verfügung, Stadtbaurat Holger Lohse ist städtischerseits persönlich mit der Sache befasst.

Angestoßen wurde die Idee durch Bürgermeister Tobias Stockhoff, der schon 2016 angeregt hatte, Dorstener Architekten und Mitarbeiter der Stadtverwaltung - insbesondere der an Bau- und Planung besonders beteiligten Ämter - an einen Tisch zu bringen mit der Absicht, das Verständnis der beiden Gruppen füreinander zu verbessern. Dabei sollten Themen aus dem Arbeitsalltag aufgenommen und diskutiert werden, sodass sich Reibungsflächen durch den persönlich Kontakt im Gespräch glätten und gleichzeitig Wissensdefizite auffüllen könnten. Damit beide Gruppen auf Augenhöhe miteinander - und nicht gegeneinander - kommunizieren können.

Die Ziele des Dialogforum Planen und Bauen

- Austausch zwischen Architekten und Verwaltung zum besseren, gegenseitigen Verständnis.
- ein Informationsgewinn für beide Seiten durch Vorträge zu aktuellen Themen im Bereich Planen und Bauen.
- die Vorstellung von Projekten der Stadt, die die Architektenschaft betreffen und
- die Förderung der Baukultur in unserer Stadt.

Die Vorgeschichte

Das Dialogforum Planen und Bauen hat eine Vorgeschichte: Auf Initiative eines Dorstener Architekten wurde 2001 der Versuch unternommen, einen Dialog zwischen den Dorstener Architekten und der Stadtverwaltung anzustoßen. Ähnliche Bestrebungen hatte es bereits zwischen 1988 und 1996 gegeben, stießen aber seinerzeit auf wenig Interesse.

Der zweite Versuch war erfolgreicher: Immerhin nahmen an den Treffen jeweils 25 bis 30 Architekten teil. Mit einer Kick-Off-Veranstaltung wurde im Frühjahr 2002 erstmals eingeladen. Ziel war es, Themenvorschläge zu sammeln und als Diskussionsthemen dann in Folgesitzungen zu diskutieren. Im September desselben Jahres stand das Thema "Dauer und Ablauf von Baugenehmigungsverfahren" auf der Tagesordnung.

Im Oktober 2005 wurde dann auf Anstoß der Initiative "Sag ja zu Dorsten“ der Dialog Planen und Bauen erneut vorgestellt. Dazu waren auch zwei neueingestellte Funktionsträger im technischen Dezernat eingeladen. Die neue Amtsleiterin im Bauordnungsamt, Ellen Langenkamp, referierte seinerzeit zur "Gütesiegelgemeinschaft Serviceversprechen Mittelstand“.

Ein Jahr später, im September 2006, folgte das Thema "demografische Entwicklung der Stadt Dorsten“ mit einem Vortrag von Dr. Wolf, Bezirksregierung Münster/ Planungsbehörde und im Februar 2007 traf man sich letztendlich zu den Themen "Neuregelung des § 6 BauO NRW“ - Referat Ellen Langenkamp - und "Novelle zum Baugesetzbuch“ mit dem Referenten Marc Lohmann, Leiter des Planungs- und Umweltamtes der Stadt Dorsten.

Die aktuelle Revitalisierung des Dialog Planen und Bauen soll - anders als seine Vorgänger - erfolgreicher arbeiten: Im Zeitalter digitaler Medien und Social Media kann die Kommunikation rund um die Thematik und die gewünschte Vernetzung über persönliche
Kontakte eigentlich nur gewinnen.

 

Dorstener Dialogforum Architektur vom 26. März 2019

„Neue Landesbauordnung NRW – Bauen schneller, kostengünstiger, digitaler“

Unter diesem Motto fand die von Susanna Schönrock-Klenner moderierte Frühjahrstagung des Dorstener Dialogforums Architektur am 26. März 2019 in den historischen Räumen der Midlicher Mühle in Dorsten-Lembeck statt. Die Midlicher Mühle, vermutliche Erbauung um 1557, ist ein landschaftliches Kleinod und architektonische Rarität in der Herrlichkeit Lembeck.

Das Dialogforum Architektur der Stadt Dorsten findet halbjährlich an interessanten Orten in und um Dorsten statt und soll eine gemeinsames Verständnis und eine bessere Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Architekten gewährleisten.

Als Referent zur Veranstaltung vom 26. März 2919 konnte Dr. Thomas Wilk, Abteilungsleiter „Bauen“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW, gewonnen werden, der in anschaulicher und nachvollziehbarer Form die Entstehung und Neugestaltung der neuen Landesbauordnung erläuterte, die zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist. Diese Landesbauordnung, die lediglich ein halbes Jahr Vorbereitungszeit hatte, hat zum Ziel, Bauen in NRW schneller, kostengünstiger und digitaler werden zu lassen und damit den Wohnungsbau zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Der Vortrag von Dr. Wilk veranschaulichte den ca. 50 anwesenden Architekt/Innen in pragmatischer Art und Weise, wie vielfältig, kompliziert und rechtlich verwoben eine solche aktuelle Baurechtsmodernisierung ist und dass die aktuelle Fassung der neuen Landesbauordnung mit Fug und Recht „work in progress“ bedeutet und sicherlich im Verlauf der nächsten Zeit noch eine Vielzahl von Ergänzungen und Modifikationen erfahren wird. Hier empfahl Herr Dr. Wilk  den Bauordnungsbehörden und Architekten gemeinsam nach pragmatischen Vorgehensweisen zu suchen, um Bauverfahren den notwendigen Fortgang zu geben.

Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Thomas Wilk erläuterten Bernd Gertdenken und Lisa Föcker vom Dorstener Bauordnungsamt wie diese theoretische neue Landesbauordnung im praktischen Alltag Anwendung findet, wie häufig aufgrund der noch nicht gesicherten Rechtsverordnungen hier gute und pragmatische Lösungen mit allen Beteiligten gesucht werden und wie mit einzelnen Sachverhalten umzugehen ist.

Der anschließende gemeinsame Netzwerkaustausch bei Bratwurst und alkoholfreiem Bier rundete den Abend ab und dürfte sicherlich bei allen Beteiligten das Interesse an der nächsten Veranstaltung am Donnerstag, den 7. November 2019, wecken.

Susanna Schönrock-Klenner


Projekte 2018

300 Tage Baurechtsnovelle
Auswirkungen und Folgen

Novelle Landesbauordnung

 Neue Bauordnung Vortag Dr. Thomas Wilk

Neue Bauordnung Vortag Stadt Dorsten