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Aktuelles zur Flutkatastrophe



Liebe Dorstenerinnen und Dorstener,

herzlichen Dank für Ihre großartige Hilfsbereitschaft. Es zeigt einmal mehr, dass die Dorstenerinnen und Dorstener sich für das Schicksal der Menschen in überregionalen Krisenregionen interessieren und mithelfen wollen.

Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir in der aktuellen Situation (noch) keine zentrale Hilfsaktion organisieren können. Die betroffenen Städte und Kreise, die Feuerwehr, die Polizei und die anderen Hilfsorganisationen bitten, nein sie flehen regelrecht darum, nicht mit kleinen und großen Privattransporten oder außerkommunalen Hilfsaktionen die wenigen Verkehrswege zu blockieren und die Menschen dort vor Ort zu belasten.

Die umliegenden, nicht betroffenen Gemeinden der Umgebung haben bereits sehr umfassende Akuthilfe mit Kleidung und Möbeln geleistet. Die Lagerkapazitäten seien derzeit voll, melden viele Kommunen. Hinzu kommt, dass unkoordinierte Hilfe an Stellen vermutlich mehr schadet, als sie den Betroffenen nutzt – da etwa plötzlich Menschen in Gefahrengebieten auftauchen, die ggf. ebenfalls evakuiert werden müssen.

Die Hilfsorganisationen vor Ort bitten darum, die Option der Geldspende zu bevorzugen. Eine Aufstellung über die derzeit bekannten Spendenkonten hat der WDR dankenswerterweise zusammengefasst unter:

https://www1.wdr.de/nachrichten/spenden-spendenkonto-betroffene-unwetter-schaeden-100.html

An dieser Stelle müssen wir auf einen Umstand hinweisen, den leider einige Spendenwillige übersehen: Sachspenden müssen grundsätzlich restriktiv behandelt werden. Obgleich der gute Wille im Vordergrund steht, sollten sich Spendenwillige immer die Frage stellen: Würde mir eine solche Sachspende, auch und besonders im Notfall, tatsächlich helfen?

Oftmals werden Dinge gespendet, die der/die Spendenwillige/n auch ohne den tragischen Anlass „ausgemistet“ hätte/n. Bei Sachspenden geht es vielmehr um den Gedanken: Ich trenne mich von einer geliebten Sache, um anderen zu helfen oder auch eine Freude zu machen. 

Derzeit geht es um ganz konkrete Hilfsangebote, die die umliegenden Gemeinden absetzen. Beispielsweise hat die Handwerkskammer Koblenz eine Hotline eingerichtet, bei der man sich melden kann, um mit konkreten Hilfsangeboten wie Bereitstellung von Maschinen und Arbeitsmaterialien, Transport- oder Logistikmöglichkeiten, Sachspenden zu unterstützen: 0261/398-251. Per E-Mail können Angebote und Anfragen unter hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de eingereicht werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat auf seiner Homepage (https://www.bbk.bund.de/DE/Infothek/Fokusthemen/_documents/Themen/2021/starkregen.html) die Kreise aufgelistet, die jetzt Spenden, in Form von Sachspenden und Geldspenden, annehmen. Die dort widergegebenen Kreise haben auch Bürgertelefone eingerichtet oder veröffentlichen Informationen auf ihren Websites. Ich darf Sie bitten, Ihre uns angezeigte Spende an die obigen Stellen zu richten.

Sofern uns die Mitteilung erreicht, dass Sachspenden in Form von Kleidung/Möbeln etc. wieder erforderlich sind, werden wir hierüber im Rahmen einer Pressemitteilung und auf unserer Website www.dorsten.de informieren und dann auch die Koordination übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Stadtverwaltung Dorsten


Pressemitteilungen

 

Pressemitteilung vom 19.07.2021: Überwältigende Hilfsangebote vieler Dorstenerinnen und Dorstener

Pressemitteilung vom 16.07.2021: Bürgermeister Tobias Stockhoff: „Helfen ist wichtig, aber bitte koordiniert“