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Allgemeine Ziele der Planung

Ziel des Flächennutzungsplanes ist es, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung und eine dem Wohl der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung zu gewährleisten, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln.

Es sind Voraussetzungen für eine ausreichende Wohnraumversorgung und eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen und mit der Entwicklung von Natur und Landschaft in Einklang zu bringen.

Der Flächennutzungsplan stellt als "vorbereitender Bauleitplan" die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Nutzung ergebende Art der Bodennutzung (z. B. Wohnen, Gewerbe, Sonderbauflächen, Schulen, Kirchen, Sportanlagen) für das gesamte Stadtgebiet in den Grundzügen dar. Seine Aussagen sind nicht parzellenscharf, damit bleibt genügend Spielraum für die gegenüber dem Bürger rechtlich wirksamen Bebauungspläne, die aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden.

Siedlungsentwicklung

Die Stadt Dorsten beabsichtigt, neue Bauflächen bedarfsorientiert so zuzuordnen, dass die bestehende Infrastruktur (z. B. Straßen, Kindergärten, Schulen) optimal genutzt wird, neue hingegen in möglichst geringem Umfang geschaffen werden muss. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf zusätzlichen Gewerbeflächen zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Auswahl künftiger Neubauflächen berücksichtigt zahlreiche Rechtsvorschriften sowie zahlreiche öffentliche und private Belange einschl. der Aspekte des Freiraum- und Naturschutzes.

Künftige bauliche Entwicklungen sollen sich schwerpunktmäßig auf die Siedlungsschwerpunkte Dorsten-Lippe (Altstadt, Feldmark, Hardt, Hervest, Holsterhausen) und Dorsten-Wulfen beziehen. Hier gilt es öffentliche und private Einrichtungen sowie neue Wohn- und Gewerbeflächen räumlich zu bündeln und weiterzuentwickeln. Größere Neuentwicklungen werden für die Stadtteile Wulfen sowie Hervest vorgeschlagen. Gleichwohl ist in allen Stadtteilen eine angemessene Eigenentwicklung bei gleichzeitiger Bewahrung des jeweiligen räumlichen Charakters sicherzustellen.

Die geltenden Rahmenbedingungen (z. B. Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung, Finanzsituation der öffentlichen Hand) führen neben den Neuentwicklungen dazu, Teile des Stadtgebietes umzugestalten oder bisher nicht realisierte Siedlungserweiterungen zurückzunehmen. Umstrukturierungen dieser Art sind u.a. für die Bereiche "Fürst Leopold", Maria-Lindenhof / Zechenhafen sowie den Raum zwischen Alt-Wulfen und Barkenberg vorgesehen.

Verfahren

Das Konzept, das Ihnen im März 2006 in den einzelnen Ortsteilen vorgestellt wurde, fügte alle planerischen Zielaussagen zeichnerisch zusammen und informierte Sie über die Ziele und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung. Mit den gewonnenen Erkenntnissen aus den Informationsveranstaltungen wurde der Vorentwurf erarbeitet, mit dem die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden im Oktober 2007 durchgeführt wurde. Der Umwelt- und Planungsausschuss beriet im Juni 2008 über die eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen und beschloss für den überarbeiteten Entwurf des Flächennutzungsplanes die öffentliche Auslegung. Diese erfolgte vom 25.08.2008 bis 25.09.2008. Die im Verfahren vorgetragenen Stellungnahmen wurden abschließend vom Rat der Stadt Dorsten auf seiner Sitzung am 18.03.2009 zur Prüfung und Entscheidung vorgelegt. Gleichzeitig stellte der Rat einstimmig den Flächennutzungsplan der Stadt Dorsten fest.

Die Bezirksregierung Münster prüfte die Planung und erteilte am 19.06.2009 die Genehmigung.

Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt Nr. 15 vom 26.06.2009 ist der neue Flächennutzungsplan wirksam.