Zur Navigation springenZum Content springen
 

Aktuelles Dorsten


Dorstener Drahtwerke
21.02.2020
Neues Projekt unterstützt bis zu 16 junge Menschen beim Schulabschluss

Mit Unterstützung der Dorstener Drahtwerke soll Schülern eine Perspektive aufgezeigt werden

100 000 Euro haben die Dorstener Drahtwerke vor zwei Jahren anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens für das Projekt „Kein Kind ohne Schulabschluss“ zur Verfügung gestellt.

Dorstener Drahtwerke

Auf dem Foto: Paul Tüshaus (Dorstener Drahtwerke), Dirk Börger (Leiter der Geschwister-Scholl-Schule, Margarete Kannengießer (Mitglied des pädagogischen Beirats), Johannes Berger (Leiter der Dietrich-Bonhoeffer-Schule), Stefan Breuer (Leiter des Amts für Familie und Jugend), Volker Tüshaus (Dorstener Drahtwerke), Nina Laubenthal (Erste Beigeordnete), Jürgen Erhardt (Dorstener Arbeit), Anke Schumacher (Dorstener Arbeit), Bürgermeister Tobias Stockhoff und Rüdiger Tüshaus (Dorstener Drahtwerke). Foto: Stadt Dorsten

 

Ein Teil des Geldes fließt nun in eine neue Projektstruktur, die bis zu 16 Schülerinnen und Schüler der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Geschwister-Scholl-Schule (acht pro Schule) auf eine sehr interessante Art und Weise beim Schulabschluss unterstützen soll. Vorrangig richtet sich das Angebot an Schülerinnen und Schüler,deren Schulabschluss bedroht ist, oder die dem Unterricht fern bleiben.

Seit dem 20. Februar erhalten die Schülerinnen und Schüler an einem Tag pro Woche die Möglichkeit, sich praktisch in den Werkstattbereichen der Dorstener Arbeit zu erproben. Schulische Inhalte der Fächer Mathematik und Deutsch werden abwechselnd in den Werkstattbereichen „Holz“ und „Küche“ produktions-  und praxisorientiert aufbereitet, um sie erlebbar und sichtbar zu gestalten. Vorbereitet und begleitet werden die Tage jeweils von einem multiprofessionellen Team der Dorstener Arbeit bestehend aus Fachanleitern, Lehrern und Sozialpädagogen. Das Ziel eines jeden Tages ist die Schaffung von konkret greifbaren Produkten und endet mit dem gemeinsamen Mittagessen und der Reflexion des Tages. Die jungen Menschen sollen auf diese Art und Weise motiviert werden, Lust aufs Lernen und auf die Schule soll ihnen vermittelt werden.

Während der gesamten Projektzeit von zunächst drei Jahren wird es regelmäßig einen engen Austausch zwischen den Dorstener Drahtwerken, der Dorstener Arbeit, den Schulen, der Stadtverwaltung und einem pädagogischen Beirat geben, den Margarete Kannengießer, Hans Kratz und Dr. Josef Ulfkotte bilden.

Bei der Vorstellung des Projekts im Schulzentrum an der Marler Straße sagte Drahtwerke-Geschäftsführer Volker Tüshaus: „Es ist uns ein hohes Anliegen, in diesem Bereich zu helfen. Schülerinnen und Schüler, die keinen Abschluss schaffen, haben es ganz schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für die Gesellschaft gelten sie als verloren. Das möchten wir aus unserer sozialen Verantwortung heraus zwingend verhindern.“ Rüdiger Tüshaus, ebenfalls Geschäftsführer der Dorstener Drahtwerke, ergänzte: „Mit einem Schulabschluss sind die Schülerinnen und Schüler auch für unsere Bereiche potenzielle Arbeitnehmer.“ Die familiengeführte Unternehmensgruppe mit Sitz in Dorsten beschäftigt weltweit rund 400 Mitarbeiter. An den Standorten an der Marler Straße und im Industriepark Dorsten/Marl sind rund 100 Mitarbeiter tätig. 

Bürgermeister Tobias Stockhoff bedankte sich herzlich bei allen Projektbeteiligten, besonders bei der Familie Tüshaus. „Ich weiß, dass Ihnen eine nachhaltige Förderung der Schülerinnen und Schüler am Herzen liegt. Es geht Ihnen nicht darum, ein Strohfeuer zu entfachen, sondern dass stete Glut entsteht. Es kommt Ihnen darauf an, dass Kinder und Jugendliche eine bessere Perspektive für das Leben haben. Für Ihr Engagement danke ich Ihnen herzlich“, sagte er.

Auch Jürgen Erhardt ist überzeugt von dem neuen Projekt. Der Leiter der Dorstener Arbeit weiß aus seiner langjährigen Erfahrung, dass die Motivation junger Menschen erheblich ansteigt, wenn schulische Inhalte mit praktischen Inhalten kombiniert werden. „Wenn die jungen Menschen die einzigen in ihrer Familie oder in ihrem Freundeskreis sind, die morgens früh aufstehen, um zur Arbeit zu gehen, muss das für sie triftige Gründe haben. Wenn es uns gemeinsam gelingt, sie dahingehend zu einem Umdenken zu bewegen, wird das Projekt Erfolg haben“, sagt er.