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Aktuelles Dorsten


DigiQuartier
16.04.2019
Ältere Menschen können mit Tablets die digitale Welt entdecken

Projekt DigiQuartier startet Kooperation mit Stiftung „Digitale Chancen“

Berührungsängste nehmen und Menschen im höheren Alter die Vorteile von digitalen Medien vermitteln – diese Ziele haben sich das Projekt DigiQuartier und die Stiftung "Digitale Chancen" gesteckt. Gemeinsam setzen sie dies mithilfe von 20 voreingestellten Tablets und der Unterstützung von Digital-Helfern in den drei Modellquartieren Herten-Innenstadt, Dorsten-Wulfen und Castrop-Rauxel-Habinghorst um.

Bei Digital-Treffs in den Quartieren – in Wulfen gibt es sie schon, in Castrop-Rauxel und Herten starten sie bald – können sich ältere Menschen mit digitaler Technik auseinandersetzen. Hilfe gibt es, wenn sie benötigt wird. "Besonders Senioren können sich das Leben durch digitale Medien oder auch Assistenzsysteme vereinfachen. Beispiele sind der Einkauf, den sie sich vom Supermarkt liefern lassen können, Bürgerdienste oder das Busticket, das online gebucht wird", erklärt Ringo Schoepke, Projektleiter DigiQuartier. Das Besondere: Die Interessierten können die Tablets nicht nur beim Digital-Treff ausprobieren, sondern sie auch ausleihen und in ihrem Alltag nutzen. Wer bereits ein Smartphone oder Tablet besitzt, kann dies natürlich auch zu den Digital-Treffs mitbringen.

Die Idee zur Kooperation zwischen der Stiftung und dem Kreis-Projekt ist bei einer Netzwerkveranstaltung entstanden. "Wir schauen natürlich auch, wo es Best-Practice-Beispiele gibt, also gut funktionierende Ideen, von denen wir lernen können", erklärt Schoepke. Eines dieser erprobten Beispiele war das Projekt "Digital mobil im Alter", das die Stiftung "Digitale Chancen" mittlerweile im sechsten Jahr durchführt.

Überzeugen konnte es untere anderem, weil es schon ein fertiges Konzept mitbrachte, wie man älteren Menschen digitale Kompetenzen nahebringen kann. "Bei unserem Konzept steht das Tablet im Mittelpunkt, weil es intuitiver bedient werden kann als der Computer. Und auch die Auge-Hand-Koordination ist einfacher durch die direkte Berührung im Gegensatz zu Maus und Bildschirm. Unterstützung bekommen wir von Telefonica/O2", berichtet Stephan Seiffert von der Stiftung "Digitale Chancen".  

Im Mittelpunkt steht für beide Partner die Möglichkeit, durch den Einsatz von digitalen, technischen Hilfsmitteln länger selbstbestimmt in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. Wie gut das zum Leitbild des Fachdienstes Seniorenangelegenheiten, Betreuungsstelle und Eingliederungshilfe des Kreises Recklinghausen passt, bei dem DigiQuartier angegliedert ist, fasst Fachdienstleitung Christiane Wendt zusammen: "Unser Leitsatz lautet ‚ambulant vor stationär‘, was ja nichts anderes bedeutet, als dass ältere Menschen mit Unterstützung möglichst eigenständig in ihrem Zuhause versorgt sind."