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Aktuelles Dorsten



04.05.2018
Der LippePolderPark war das Sommermärchen 2015 in Dorsten

Im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“

Lünen. Am morgigen Samstag ist in Deutschland Tag der Städtebauförderung – ein Anlass für den Lippeverband, einmal einen Blick auf die Kooperationen mit Kommunen in der Region zu werfen. Die bekannteste Aktion im Rahmen der 2014 gegründeten und mit NRW-Landesmitteln finanzierten Kooperation „Gemeinsam an der Lippe“ war der LippePolderPark im Sommer 2015 in Dorsten.

Lippepolder Park

Ziel der Kooperationsvereinbarung, die vom Lippeverband, dem Land NRW und von der Stadt Lünen stellvertretend für die Kommunen an der Lippe unterzeichnet wurde, sind gemeinsame Projekte, welche städtebauliche und gewässerökologische Maßnahmen zusammenbringen, um zur Lebensqualität am Wasser beizutragen. Dazu zählen beispielsweise Maßnahmen zur Freiflächenentwicklung und Wohnumfeldverbesserung, Erlebnispfade, Regenwasserprojekten und Umweltbildung.

Was war denn nun der LippePolderPark – Freiflächenentwicklung? Umweltbildung? Auf jeden Fall war er ein unvergleichliches Erlebnis, das vielen Dorstenern bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Als Bürgermeister Tobias Stockhoff und der damalige Vorstandsvorsitzendes des Lippeverbandes, Dr. Jochen Stemplewski, gemeinsam mit Marion Taube, deren Initiative der PolderPark zu verdanken ist, und den holländischen Landschaftskünstlern von „Het Observatorium“ Anfang März 2015 die Idee vorstellten, war noch nicht abzusehen, wie viel Energie und Kreativität dieses Projekt über den Sommer 2015 hervorbringen würde.

Anfang Mai liefen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren: „Observatorium“ ließ in Rotterdam die Holzelemente für den Ringdeichpavillon schreinern – ein halboffenes Gebäude in der Form einer liegenden Acht, welches das Herz des Parks bilden sollte. Parallel dazu steckte in Dorsten die Kulturinitiative „Schaukelbaum“ in den Vorbereitungen für den großen Eröffnungstermin am 5. Juli. Dazu gehörte auch die „Polderbar“ mit Sitzgruppen aus rohen Paletten. Was heute in „veredelter“ Form als Gartenmöblierung in Baumärkten und Gartencentern Einzug gehalten hat, war damals noch ein Novum.

Bevor der PolderPark richtig starten konnte, mussten zunächst die im April eingesäten Pflanzen auf dem drei Hektar großen Ackergelände wachsen – dann ging es ab Mitte Juni mit den Vorbereitungen Schlag auf Schlag.

Die Einweihung des Parks als Auftakt für „70 Tage Poldering“ am 5. Juli musste leider wegen schlechten Wetters um eine Woche verschoben werden, fand dann aber am 12. Juli unter besten Bedingungen statt. Der „Stadtpark auf Zeit“  war geboren. Ohne Mittel zur Städtebauförderung wäre dieses kreative Projekt nicht realisiert worden.

Im September 2015 – die Zeit des LippePolderParks war bereits abgelaufen – wurde ein Stück weiter östlich an der Lippe die „Deichkrone“ als eine Art begehbares Kunstwerk eingeweiht. Dort ist auch das Projekt  PolderKlicks der Künstlerinnen Brigitte Stüwe und Christa Zenzen angesiedelt, welches Geschichten rund um das Leben in Dorsten und um die Lippe erzählt. Im Internet sind die Polderklicks erreichbar über diesen Link.  

Tag der Städtebauförderung

Das Bundesbauministerium, die Länder, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund laden ihre Kommunen zur Mitwirkung am Tag der Städtebauförderung am 5. Mai ein. Der Aktionstag findet 2018 bereits zum vierten Mal statt und informiert Bürgerinnen und Bürger, die Stadtgesellschaft sowie die Fachöffentlichkeit über aktuelle Strategien und Schritte der Städtebauförderung.

Lippeverband

Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtlicher Wasserwirtschaftsverband für das Einzugsgebiet der mittleren und unteren Lippe und wurde 1926 gegründet. Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.