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Aktuelles Dorsten


Stadtkrone
25.09.2017
Bürgerprozess „Stadtkrone“ zur Umgestaltung Maria Lindenhof

Kunst und Kultur sollen in den nächsten zwei Jahren die Planung inspirieren

Mit dem integrierten Handlungskonzept „Wir machen MITte“ soll der Freizeitpark Maria Lindenhof erneuert und aufgewertet werden. Der Plan dafür soll nicht allein von versierten Landschaftsarchitekten, sondern mit einer besonderen, kreativen und auf zwei Jahre angelegten Bürgerbeteiligung unter dem Titel „Stadtkrone“ entstehen. Marion Taube hat das Projekt initiiert, entwickelt und wird es auch als Kuratorin begleiten.

Stadtkrone

Das Foto zeigt Stadtkrone-Initiatorin Marion Taube (Mitte, mit Kettensäge), Bürgermeister Tobias Stockhoff (rechts daneben) und die ersten Akteure aus Beirat, Künstlergruppe Schaukelbaum und Stadtverwaltung. Foto: Stadt Dorsten

Bei der Vorstellung des Konzepts erinnerte Bürgermeister Tobias Stockhoff an die ebenfalls von Marion Taube initiierten Projekte „Anstiftung zur Stadtentdeckung“ (2013) und „Lippe-Polder-Park“ (2015). „Beim PolderPark ist vor zwei Jahren eine regelrechte Familie entstanden. Dass die Menschen sich diese Fläche so angeeignet und genossen haben, hatten wir damals nicht erwartet. Ich bin sicher, dass auch hier auf Maria Lindenhof eine Familienbewegung entsteht, die das Gelände auf neue Weise erobert und an der Umgestaltung mitarbeitet. Wir dürfen uns wieder auf viele inspirierende, spannende und unterhaltsame Aktionen freuen.“

Kunst und Kultur sollen in den nächsten zwei Jahren die Planung begleiten, dienen der Entdeckung und Gestaltung der Landschaft, aus der ein Bürgerpark werden soll. „Wir wollen Maria Lindenhof wachküssen“, sagte Marion Taube vom Label „Freitaube“. Die Stadtkrone ist im Konzept auch eine symbolische Metapher, die meint, dass die Bürger selbst ihre Stadt mit ihren Talenten und Ideen zum Strahlen bringen sollen. Marion Taube: „Die Menschen und ihre Liebe zur Landschaft sind die Juwelen, die wir hüten müssen wie einen Schatz." 

Ein Schatz, der im Laufe dieses Prozesses entdeckt werden soll, ist auch das Areal, um das es geht: „Maria Lindenhof, dieses vergessene Land, braucht neue Herzenswärme, und die entsteht nur in einer frischen und ungewöhnlichen Aneignung dieser grünen Insel zwischen Lippe und Kanal“, so die Initiatorin des Projekts.

Herz aller Aktionen wird ein künstlerisches Bauwerk sein, das seinen Platz auf dem höchsten Punkt des mit Hügeln modellierten Geländes finden soll, dort, wo Lippe und Kanal einander ganz nahe sind, dort wo man der Stadt die Krone symbolisch aufsetzen kann. Eben die Stadtkrone.

Für diese Stadtkrone gibt es noch keinen Entwurf. Wie er aussehen wird, soll in einem Wettbewerb unter Künstlern und Architekten herausgefunden werden, erläuterte Stadtbaurat Holger Lohse. Dass im Laufe der zwei Jahre aus Plänen wirklich ein Park wird, ermöglicht das Integrierte Handlungskonzept „Wir machen MITte“, aus dem die Umgestaltung Maria Lindenhof gefördert wird. Planung und Umsetzung werden vom Planungsamt der Stadt und vom Stadtteilbüro begleitet, so Stadtbaurat Holger Lohse und Erster Beigeordneter Lars Ehm.

Noch vor dem Start gibt es weitere Unterstützer. Für den Stadtkrone-Prozess hat Marion Taube engagierte Bürgerinnen und Bürger als Beiräte gewonnen: Sabine Przystawik (Goldschmiedemeisterin), Prof. Dr. Gert Kreytenberg (Kunsthistoriker), Prof. Dr. Werner Springer (Stadtsoziologe), Anja Bellendorf (Chefin der Fleichscherei Bellendorf) und Lisa Flesch (Fotografin) wollen sich einbringen.

Wie beim LippePolderPark wird auch hier die Künstlergruppe Schaukelbaum (Birger Schwalvenberg, Kevin Over, Tim Vennemann und Dominik Holoubek) dabei sein. Die Grafiker Marc Kiecok und Jonas Wansing haben ein Logo entwickelt: Ein auf der Seite liegendes M (= Maria Lindenhof), ergänzt um den sternförmigen Grundriss des mittelalterlichen Dorstener Stadtkerns.

Zum Vormerken im Terminkalender: Am Freitag, 17. November, um 20 Uhr gibt’s eine Auftaktveranstaltung auf Maria Lindenhof für den Bürgerprozess Stadtkrone. Details dazu folgen.