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Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für die Stadt Dorsten

2009 erarbeitete die Stadt Dorsten zur Optimierung der Einzelhandels- und Zentrenentwicklung erstmals ein "Entwicklungskonzept zur Steuerung des Einzelhandels in der Stadt Dorsten“[DV1] . In diesem Konzept ist u.a. festgelegt, nach welchen Gesichtspunkten die Einzelhandelsentwicklung in der Stadt erfolgen soll und welche Warensortimente in den Zentren angeboten werden dürfen. Das Konzept dient damit der planerischen Steuerung der Einzelhandelsentwicklung von Innenstadt und Stadtteilzentren. Es ist häufig wesentliche Genehmigungsgrundlage für Festlegungen in den Bebauungsplänen und wird von den Genehmigungsbehörden zunehmend eingefordert.

Die veraltete Datenbasis und veränderte Rahmenbedingungen machten zwischenzeitlich eine Aktualisierung der Datengrundlagen und der Aussagen zur Zentrenentwicklung erforderlich. Nach erfolgter Öffentlichkeitsbeteiligung befindet sich der Konzeptentwurf in der politischen Diskussion. Alle zur politischen Entscheidung stehenden Planunterlagen können unter Entwicklungskonzeptes zur Steuerung des Einzelhandels eingesehen werden. 

Grundlage des Einzelhandels-Steuerungskonzeptes 2017 (Entwurf) ist eine umfassende handelswirtschaftliche Untersuchung der CIMA Beratung + Management GmbH, Köln. Die gutachterliche Einschätzung bewertet Struktur und Ausstattung der Einzelhandelslandschaft in der Innenstadt sowie in den meisten Stadtteilzentren auch weiterhin positiv. Gleichwohl hat sich gegenüber der Ersterhebung aus dem Jahre 2007 die Anzahl der Betriebe im Stadtgebiet um 13 % und die Verkaufsfläche (noch ohne Berücksichtigung der Mercaden) um 3 % verringert. 

Einzelhandelsstrukturen  

Gleichzeitig hat sich die Handelszentralität[DV1]  (als Verhältnis zwischen realisiertem Einzelhandelsumsatz und Nachfragevolumen) für die Gesamtstadt im Jahre 2015 auf 104,2 verbessert. Damit liegt der einzelhandelsrelevante Umsatz in Dorsten geringfügig über der vorhandenen Kaufkraft. Deutliche Unterschiede zeigen sich in den Postleitzahlbereichen:

46282 HZ 166,2 (deutlicher Kaufkraftzufluss)
46284 HZ   77,9 (Kaufkraftabfluss)
46286 HZ   72,3 (Kaufkraftabfluss)

Auch weiterhin liegt eine vergleichsweise vielfältige und hochwertige Angebotssituation in den städtischen Zentren vor. Die zentralen Versorgungsbereiche sind teilweise sehr gut ausgeprägt. In den meisten Sortimentsbereichen besteht eine gute Bedarfsabdeckung. Vor allem bei den Warengruppen Einrichtungsbedarf und Bekleidung ist ein deutlicher Kaufkraftzufluss erkennbar. Kaufkraftabflüsse bestehen u. a. in den Bereichen Elektroartikel/Unterhaltungselektronik, Lebensmittel, Schuhe/Lederwaren, sowie Sportartikel.

Der Gutachter bescheinigt den planerischen Bemühungen zur Einzelhandelssteuerung in Dorsten eine hohe Wirksamkeit. Dies gilt sowohl für aktive Maßnahmen wie z.B. der Ansiedlung der Mercaden in der Innenstadt, der städtebaulichen Integration und Verzahnung von Nahversorgung und kulturellem Angebot in Hervest sowie der Realisierung des Nahversorgungszentrums im Stadtteil Feldmark, als auch für die restriktiven Maßnahmen im Bereich nicht integrierter Lagen, vor allem der Gewerbegebiete (Bebauungspläne zum Ausschluss von Einzelhandelsnutzungen).