Zur Navigation springenZum Content springen
 

Waslala, Nicaragua (ca. 4.500 EW)

Wappen der Stadt WaslalaNeben einigen anderen Städten in der Bundesrepublik Deutschland unterhält auch die Stadt Dorsten mit einer Gemeinde in Nicaragua städtepartnerschaftliche Beziehungen. Am 26.09.1985 beschloss der Rat der Stadt Dorsten den Beginn der Partnerschaft mit der Stadt Waslala. Damals überwiegend politisch motiviert, hat sich nach Beendigung des Bürgerkrieges in Nicaragua im Laufe der Zeit gezeigt, dass humanitäre Hilfsaktionen im Vordergrund stehen.

Waslala hat etwa 5000 Einwohner und ist eine kleine Stadt in einer Mittelgebirgsregion auf 500 bis 800m Höhe. Die Hauptstraße dominiert den Siedlungsschwerpunkt, der auf einer Hochebene liegt.

Außerhalb des Ortes, teilweise erst über äußerst unwegsamen Gelände zu erreichen, liegen weitere kleinere Gemeinden und eine Vielzahl von Ortschaften. Etwa 7000 Menschen leben hier. Der Name Waslala kommt aus dem indianischen: Was = Wasser, lala = gelb (Silberfluss).

Zwei für Lastwagen taugliche Brücken führen über den Fluss und sichern die Verbindung zu den Städten Matagalpa und Puerto Cabezas. Neben der inzwischen gut ausgebauten Hauptstraße existiert Im innerstädtischen Bereich ein kleines, nicht asphaltiertes Straßennetz. In den barrios (Stadtviertel) herrschen für Fußgänger und Mulis taugliche Pfade vor.

Die Geschäftshäuser an der Hauptstraße sind auf Betonsockel gebaut und haben gemauerte Wände. Üblicherweise und bis heute Holzhäuser mit Holzschindeldächern, Wellblechhütten und die regional-traditionellen Gebäude aus Bambus mit Dächern aus Bananenblätterstroh.

Noch vor 20 Jahren zeigen die Photos aus Waslala ausschließlich ärmliche Häuser mit Wellblechdächern und eine aufgeweichte Hauptstraße ohne Befestigung. Anders die aktuellen Photos aus der Partnerstadt: Die Steingebäude mit ordentlich gedeckten Dächern längs der Hauptstraße lassen auf bescheidenen Wohlstand schließen, ein kleiner Supermarkt versorgt die Bewohner der Stadt und des Umfeldes mit Lebensmitteln, Autos parken am Straßenrand.

Ganz allgemein scheint die wirtschaftliche Lage der Menschen in Waslala besser zu sein als zu Beginn der ersten Kontakte. Mit dazu beigetragen hat sicherlich der Erfolg im Kakao-Anbau, aber auch die sich stabilisierende politische Situation.

In Waslala gibt es ein Krankenhaus mit 40 Betten und 5 Ärzten. Hier werden Tuberkulose, Malaria, Leishmaniasis, Masern und Verletzungen durch Unfälle oder Waffen behandelt. Auch gynäkologische und kleine chirurgische Eingriffe und Notamputationen können durchgeführt werden sowie präventiv-medizinische Maßnahmen, wie auch Impfkampagnen und Aufklärungskampagnen über Krankheitsentstehungen und Hygiene. Ergänzend sind in einigen Orten der Umgebung kleinere Gesundheitsposten stationiert.

Das Bild zeigt Ihnen eine Straße in WaslalaDas Bild zeigt Ihnen eine Kirche in WaslalaDas Bild zeigt Ihnen Hütten in WaslalaDas Bild zeigt Ihnen Hütten in Waslala

Neues aus Waslala - Karlheinz Strötzel berichtet über die Folgen des Klimawandels in der Patenstadt

Winter in Waslala

Nicht nur das nördliche Europa wird von Unwettern heimgesucht, in Zentralamerika gibt es in den Wintermonaten (in unserem Sommer) sintflutartige Regenfälle, davon ist Waslala auch stark betroffen. Seit drei Jahren ist das ein regelmäßiger Zustand. Die Dorstener Reisegruppe konnte sich bei ihrem Besuch in Waslala im Juli 2015 schon ein Bild davon machen (ein Foto von 2015). Die Situation hat sich aber seit dem verschärft. Die Auswirkungen durch den Klimawandel, verstärkt durch El Nino, sind auch in Waslala überall festzustellen. Hinzu kommen die Hurrikans, deren Saison gerade wieder begonnen hat. Zurzeit bedroht der Tropensturm  "Franklin“ die Karibikküste.

Strassenzustand in Waslala 2015

Die Straßenverhältnisse sind aufgrund der extremen Regenfälle denkbar schlecht und es ist wenig Besserung in Aussicht. Wenn ein Teil der Straße repariert worden ist, ist ein anderer Teil schon wieder unpassierbar geworden. In Zeiten des Wahlkampfs (in Nicaragua gibt es im November Kommunalwahlen), wird jeweils die andere Partei für den Straßenzustand und die schleppenden Reparaturarbeiten verantwortlich gemacht. Das hilft aber wenig, um die Probleme zu lösen. Die Auto- und Busfahrer schaffen es trotzdem immer über die Straßen und durch die Flüsse mit halsbrecherischen Fahrten an ihr Ziel zu gelangen.

Davon konnte sich die Dorstener Delegation schon 2015 ein Bild machen. Aus Waslala erreichten uns dazu viele Fotos, die die aktuelle Situation deutlich machen. Über die Waslala-Nicaragua Facebook Gruppe gibt es regelmäßig neue Informationen dazu. Inzwischen hat die Gruppe schon über 1800 Mitglieder.

 
Weitere Informationen über unsere Partnerstadt Waslala finden Sie hier.