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Hainichen, Sachsen, Bundesrepublik (ca. 10.000 EW)

Wappen der Stadt Hainichen (Sachsen)

Einen für Dorsten ungewöhnlichen Anfang hat die innerdeutsche Partnerschaft zu Hainichen in Sachsen, gemessen an der Tradition der "Anderen": die Vorgeschichte dieser Partnerschaft ist nicht aus langen, freundschaftlich gefestigten Wurzeln erwachsen, sondern ergab sich aus der Öffnung des "Eisernen Vorhangs" und dem Zusammenbruch der DDR.

Rund 10.000 Einwohner zählt die Gemeinde, deren Ortsname auf eine Siedlung "Heynischen", am alten Böhmischen Handelsweg, der Salzstraße, zurückgeht.
Hainichen ist über die Jahre hinweg eine überschaubare Stadt mit alten Gebäuden und traditionellen Strukturen geblieben. Kopfsteingepflasterte Straßen, der alte Marktplatz und hübsche Patrizierhäuser aus Biedermeier und Gründerzeit geben dem Stadtbild Ruhe und Würde.

Reste mittelalterlicher Bebauung hatte 1832 ein Großfeuer vernichtet, die Bomben des 2. Weltkrieges dagegen verschonten die Stadt.

Das Rathaus, ein hübsches Biedermeiergebäude, steht am Marktplatz.Das Rathaus, ein hübsches Biedermeiergebäude, steht am Marktplatz. Die Gellert-Apotheke in unmittelbarer Nachbarschaft trägt den Namen des berühmten Sohnes der Stadt Hainichen, jedoch lebte hier ein Nachfahre Martin Luthers, der Apotheker Molter mit seiner Familie.

Direkt daneben ziert das Stadtwappen den Türfries: Hier im Heimatmuseum wurden sichtbare Zeugen einer langen Geschichte zusammengetragen. Das Denkmal Christian Fürchtegott Gellerts kennzeichnet den Markt.

Das Geburtshaus des Dichters findet sich im Pfarrhof, nahe der Kirche. Eine literarische Dauerausstellung wurde im Stadtparkschlößchen installiert.

Hainichens Erfinder, Gottlob Keller, brachte die Papierherstellung durch den Holzschliff auf einen neuen Standard. In einem der kleinen Weberhäuschen am südlichen Rand der Stadt wurde er geboren, der Keller-Brunnen erinnert an sein Werk.

Rund um Hainichen liegen Wald- und Feldgebiete, die stundenlange Wander-Touren ermöglichen. Silberstollen aus mittelalterlicher Förderzeit, die Burg Kriebstein, Landschaftsschutzgebiete, Teiche und Seen bieten sich als Naherholungsziel nicht nur für Touristen an. Und wer zum Baden nicht ans nahegelegene Flussufer der Zschopau möchte, kann an schönen Sommertagen das Stadtbad von Hainichen nutzen.

Weitere Informationen über unsere Partnerstadt Hainichen finden Sie hier.