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16.11.2017
Stadtkrone * Strahlen

Die Lichtobjekte der Künstlerin Ann-Katrin Böckenhoff sind ein wichtiger Teil der spektakulären Inszenierung am Freitag ab 20 Uhr im Freizeitgelände Maria Lindenhof

Wenn am Freitag (17. November, ab 20 Uhr) mit der spektakulären Licht-Inszenierung beim Stadtkrone *Strahlen ein erster Vorgeschmack gegeben wird auf das Wiedererwachen des Freizeitparks Maria Lindenhof, sollten Besucher einen besonders intensiven Blick auf das Amphitheater werfen: Dort zaubert gut zwei Dutzend Licht-Tonnen der Erler Künstlerin Ann-Katrin Böckenhoff (55) filigrane Leuchtbilder in die Nachtdunkelheit.

Zu den Bildern: Anbei ein Porträt der Künstlerin Ann-Katrin Böckenhoff, Bilder, die sie bei der Arbeit zeigen sowie ein Motiv mit den Stadtkrone-Logo-Tonnen, die am Freitag verlost werden. Fotos: privat

 

2011 hat Böckenhoff das Plasma-Schneiden entdeckt. In der Schlosser-Werkstatt auf dem Hof ihres Bruders hatte sie erstmals ein solches Gerät in der Hand. Vereinfacht gesagt: Aus Strom und Druckluft erzeugt der Apparat einen unglaublich heißen und sehr feinen Plasmastrahl, mit dem Metall „zerstört” werden kann. Seitdem schneidet die Künstlerin damit in ihrer Werkstatt feinste Zeichnungen in alte Tonnen, Fässer und Dosen, die von innen beleuchtet werden und die ausgeschnittenen Motive als spektakuläre Lichtbilder in die umgebende Dunkelheit projiziert.

Ann-Katrin Böckenhoff hat mir dieser besonderen Kunst eine Leidenschaft für sich entdeckt. Für Stunden kann sie sich in Ihrer Werkstatt vergraben, zur Sicherheit ein Speedglashelm mit Luftfilter auf dem Kopf, in schwere Schutzkleidung gehüllt, der Luftfilter brummt. „Bei dieser Arbeit vergesse ich alles. Ich liebe das einfach”, lacht sie.

Am Anfang steht die Idee für ein Motiv. Ein Anfang. Sie schneidet die ersten Linien ins Metall, ändert, überarbeitet, verfeinert, fieselig bis ins letzte Detail. An einem Objekt hat sie drei Jahre gearbeitet, bis es nach ihren Vorstellungen „fertig” war, Rainer Maria Rilkes berühmtes Gedicht vom Panther in seinem engen Käfig, inszeniert, vielleicht befreit als pures Licht. Für das *Strahlen auf Maria Lindenhof hat sie ihre schönsten Lichttonnen ausgesucht, darunter auch florale Motive: Sie lässt Tulpen, Narzissen und Krokusse als Licht-Silhouetten in die Nacht leuchten.

Mit Stadtkrone-Initiatorin und Kuratorin Marion Taube ist der Stadtkrone-Abend nicht die erste Zusammenarbeit. Im Polderpark hat Ann-Katrin Böckenhoff 2015 bereits die aufregende Licht- und Wasser-Instalation „Der dritte Fluss” als Verbindung zwischen Lippe und Wesel-Datteln-Kanal mit ausgeheckt.

Drei Lichttonnen von Ann-Katrin Böckenhoff werden beim Stadtkrone *Strahlen am Freitag unter allen Besuchern verlost, die Blumenzwiebeln mitbringen und für das Erblühen des Geländes mitbringen. Infos dazu an einem langen Tisch, der seinen Platz im Gelände findet. Einfach mal übers Gelände stromern, suchen und dabei von diesem buchstäblich leuchtenden Abend verzaubern lassen. Die Tafel ist nicht zu übersehen.

 

Drei wichtige Hinweise für Besucher zum Stadtkrone * Strahlen

  • Parkempfehlung: Besuchern stehen das Parkhaus Petrinum / VHS sowie die Parkflächen an der Brüderstraße (altes Hallenbadgelände) zur Verfügung. Von dort ist der Freizeitpark über den Fußweg Richtung Seniorenzentrum erreichbar.
  • Anreisezeit: Bitte nicht vor 19.45 Uhr das Gelände aufsuchen, da viele Aufbauarbeiten erst am frühen Abend beginnen können.
  • Alle am Freitag gespendeten Blumenzwiebeln werden bereits am Montag, 20. November, ab 10 Uhr im künftigen Bürgerpark gesetzt. Die Grünflächenabteilung der Stadt fräst die Flächen dafür frei, Helfer aus der Bürgerschaft sind bei dieser Aktion herzlich willkommen.
     

 

Die „Stadtkrone“

Mit dem integrierten Handlungskonzept „Wir machen MITte“ soll der Freizeitpark Maria Lindenhof erneuert und aufgewertet werden. Der Plan dafür soll nicht allein von Landschaftsarchitekten entwickelt werden, sondern mit einer kreativen, auf zwei Jahre angelegten Bürgerbeteiligung unter dem Titel „Stadtkrone“ entstehen. Marion Taube hat das Projekt initiiert, entwickelt und wird es als Kuratorin begleiten.

Herz aller Aktionen wird ein künstlerisches Bauwerk sein, das seinen Platz auf dem höchsten Punkt des mit Hügeln modellierten Geländes finden soll, dort, wo Lippe und Kanal einander ganz nahe sind, dort wo man der Stadt die Krone symbolisch aufsetzen kann. Eben die Stadtkrone.