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16.04.2015
Elektro-Rollstuhl für Familienvater in Zywiec

Elektro-Rollstuhl für Familienvater in ZywiecBitte aus der Rhader Partnergemeinde in Polen wird von Bürgerin erfüllt

Die Bitte um einen Elektro-Rollstuhl brachte Bürgermeister Tobias Stockhoff vor drei Wochen von seinem Besuch in Rybnik und Zywiec (Polen) mit nach Hause. Sein Amtskollege in Zywiec – Partnergemeinde von St. Urbanus in Rhade – hatte die Bitte vorgetragen für einen Familienvater, der durch Krankheit beide Beine verloren hat und seitdem praktisch ans Haus gefesselt ist.

Nach dem Aufruf gab es mehrere Angebote aus der Dorstener Bürgerschaft, das erste unmittelbar nach Veröffentlichung von Gisela Scholten aus Östrich. Mit dem Fahrzeug war ihr Mann Friedhelm Scholten unterwegs. Der Architekt war seit einer Hirnblutung vor 25 Jahren auf das Hilfsmittel angewiesen.

Nachdem Friedhelm Scholten vor drei Monaten verstorben war, stand das Gefährt in der Garage. Dass es nun eine gute Verwendung findet, freut Gisela Scholten sehr. Ihr Mann habe sich nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ für Veränderungen in den Ländern des Ostens eingesetzt und ihre Enkeltochter Alena hat erst kürzlich mit der Gesamtschule Schermbeck an einem Schüleraustausch in Polen teilgenommen. Wenn der Elektro-Rollstuhl nun nach Zywiec geht, dann „schließt sich für uns ein Kreis“, so Gisela Scholten.

Bürgermeister Tobias Stockhoff nahm die Spende stellvertretend für die anderen Angebote entgegen und dankte der Familie für die spontane Unterstützung. „Wir haben in Zywiec schon Bescheid gesagt, dass wir helfen können. Die Freude dort ist groß.“

Die Aktiven der Gemeindepartnerschaft aus Rhade werden den Elektro-Rollstuhl und einen weiteren für den Hausgebrauch aus Schermbeck schon in den nächsten Tagen nach Zywiec bringen. Für die weiteren von Bürgern angebotenen Fahrzeuge wird die Stadt über die Sozialverbände Verwendungen in Dorsten suchen.