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16.06.2015
Premiere für das Präventionsangebot

Logo Aktuelles120 Schüler durchlaufen Medienparcours „mediapack“

Gemeinsam haben die Drogenberatung Westvest, die das Konzept und den Parcours erarbeitet hat, und mit den MitarbeiterInnen der Abteilung Kinder- und Jugendförderung, Jugendschutz umgesetzt. An fünf verschiedenen Stationen setzen sich Jugendliche mit dem Thema Medien, insbesondere dem Computerspiel und der Handynutzung auseinander.

Wann wird es kritisch? Anhand von Beispielpersonen führt Sabine Hülsdünker von der Kinder- und Jugendförderung, Jugendschutz der Stadt Dorsten 7- und 8-Klässler zweier Dorstener Schulen vor, wann der Umgang mit Computer und Handy problematisch wird.

Der Lernparcours fand erstmals vom 08.06. – 10.06.2015 in der Geschwister-Scholl-Schule und der Gerhard-Hauptmann-Schule statt. „Dabei wollen wir die Mediennutzung nicht verteufeln, sondern spielerisch und handlungsorientiert den Umgang mit Computer und Co thematisieren“, erklärt Christof Sievers von der Drogenberatung Westvest. So spielen die Jugendlichen mit Personen und mit ihren Nutzungsgewohnheiten oder überlegen wie jemand bei einer exzessiven Nutzung wieder ins Gleichgewicht kommen kann.

Warum ein solches Projekt in der siebten und achten Klasse Sinn macht, zeigen aktuelle Zahlen: 2011 kam eine Untersuchung im Auftrag der Drogenbeauftragten der Bundesregierung zu dem Ergebnis, dass gut eine halbe Millionen Deutsche abhängig vom Internet sind. Laut Bericht galten 2,4 Prozent der 14- bis 24-Jährigen als internetsüchtig, in der Altersgruppe zwischen 14 und 16 Jahren waren es vier Prozent.

Hinzu kommt der Faktor Pubertät. „In der siebten und achten Klasse ist man im kritischen Alter. Die Jugendlichen probieren sich gerne aus, die Elternkontrolle lässt nach, der Freundeskreis und die Bedeutung bei den Freunden sind sehr wichtig. Teilweise liegen in dem Alter schon mehrere Jahre Spielerfahrung vor, so dass wir hier auch schon mit exzessiven Nutzern zu tun haben“, weiß Christof Sievers, Drogenberatung Westvest.

Wenn der Lernparcours bei den beiden Schulen gut angenommen wird, soll es auch in anderen Dorstener Schulen umgesetzt werden. Christof Sievers ist zuversichtlich: „Wir sind sehr zufrieden. Auch die ersten Rückmeldungen der Jugendlichen waren durchweg positiv.“

Weitere Informationen und Buchungsanfragen über: Drogenberatung Westvest, Christof Sievers, Zeppelinstr. 3, 45768 Marl, Tel.: 02365/17464