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02.04.2015
Delegtaion aus Dorsten besucht Rybnik und Zywiec

Delegtaion aus Dorsten besucht Rybnik und ZywiecMit der dringenden Bitte um einem Elektro-Rollstuhl und Zusagen für Quartiere während des Weltjugendtags 2016 kehrten Bürgermeister Tobias Stockhoff und Pfarrer Alfred Voss sowie eine Gruppe aus der Gemeinde St. Urbanus Rhade von einem Kurzbesuch in Zywiec und Rybnik in Polen heim.

Ein junger Familienvater aus der polnischen Partnergemeinde hat durch Krankheit beide Beine verloren, kann sich nur noch mühsam mit Holzstützen bewegen. „Er ist praktisch ans Haus gefesselt“, berichtete der Bürgermeister von Zywiec den Gästen.

Die Dorstener tragen die Bitte darum nun daheim in die Stadt. Tobias Stockhoff: „Wenn vielleicht jemand noch einen gebrauchten Elektro-Rollstuhl besitzt und abgeben würde, möge er sich bitte melden.“ Pastoralreferent und Diakon Burkhard Altrath ergänzt: „Wir kümmern uns auch um fällige Reparaturen und den Transport.“

Wer die Bitte nach einem Elektro-Rollstuhl erfüllen kann, wende sich bitte ans Bürgermeisterbüro der Stadt Dorsten (02362 / 66 30 11) oder ans Pfarrbüro St. Laurentius (02369 / 71 06).

Aus den beiden Städten brachte die Gruppe zudem die Zusagen mit, 100 Gästen aus Dorsten Quartier zu geben beim nächsten Weltjugendtag, der im Juli 2016 zunächst einige Tage dezentral in ganz Polen und dann fünf Tage lang in Krakau gefeiert wird. In Zywiec können dann 50 Dorstener in einem Internat übernachten, die Partner in Rybnik wollen 50 Plätze in Gastfamilien zur Verfügung stellen. Details der Fahrt planen die Jugendseelsorger des Dekanats Dorsten derzeit. Im Gegenzug versprachen die Rhader, für vier Jugendliche aus der „armen“ Gemeinde Zywiec den Aufenthalt in Krakau zu finanzieren.

Eigentlicher Zweck der Reise war ein Gegenbesuch in der Gemeinde St. Florian in Zywiec, nachdem im vergangenen Jahr Messdiener und zwei Priester von dort Rhade besucht hatten. Die beiden Orte sind seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden, nachdem der Rhader Johann Brzoza die Beziehung zueinander zunächst als Hilfsprojekt initiiert hatte.

Mitgereist waren nun neben Brzoza, Bürgermeister Stockhoff und Pastoralreferent Altrath auch Pfarrer Alfred Voss und Heinrich Terstegge. Besichtigt wurden u.a. zwei Projekte für Behinderte (eine Schule in Rybnik, eine Kontaktstelle in Zywiec), die durch Spenden aus Rhade unterstützt werden.

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff nutzte die Reise auch, um die Zusammenarbeit mit Rybnik auszubauen und die Kontakte zum Bürgermeister der Partnerstadt zu vertiefen. „Piotr Kuczera ist wie ich erst seit wenigen Monaten im Amt, im gleichen Alter und hat sich viel Zeit für die Gespräche genommen“, berichtet Stockhoff.

Vereinbart wurde, dass einer der neuen Kreisverkehre in Hervest Rybnik gewidmet und die Gestaltung gemeinsam geplant wird. In der Partnerstadt gibt es bereits einen „Dorstener Kreisel“. Fortsetzen wollen beide die Gespräche, wenn vom 11. bis 14. Juni eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern sowie Ratsmitgliedern zum „Antoniusfest“ nach Rybnik fährt.